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Erfahrung mit dem digitalen Terminal MONA

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Erfahrung mit dem digitalen Terminal MONA

Hat eine der Praxen schon Erfahrung mit dem MONA Terminal?  Und wenn ja: wie gut funktioniert die Wartezimmer Funktion und die Rezeptbestellung? 

Murat Yildirim hat auf diesen Beitrag reagiert.
Murat Yildirim

Wir, das Family Center in Eisenhüttenstadt benutzen schon seit einiger Zeit 3 Patiententerminals in Verbindung mit dem Patientenaufrufsystem HITPANEL.

Unsere sehr guten Erfahrungen mit MONA sind noch ganz frisch. Aber da wir schon länger mit dem „alten“ Patiententerminal arbeiten, finden wir die automatische Behandlungsfallaufnahme sehr pfiffig und der Patient landet auch in dem genau definiertem Wartezimmer, das ist so charmant.

Dienstag letzte Woche war dann das erforderliche Update von Medical Office fertiggestellt, gleich am Mittwoch hat dann unsere betreuende Firma SET up Computersysteme GmbH die Umstellung unserer alten Patiententerminals auf MONA vorgenommen. Die Umrüstung war sehr schnell erledigt. Die Raspberry PI3 wurden durch PI4 mit entsprechender Software einfach ausgetauscht, der Dialog wurde analog unserem alten schnell neu erstellt, fertig!

Herr Sollny hat uns die neuen Patiententerminals vorgestellt, die es in 98 verschiedenen Farben/Dekore gibt. Gleich haben wir 3 Stück in den entsprechenden Farben, die zu den Räumen passen bestellt. Selbstverständlich ist dann dort ein Windows – PC verbaut, damit wir die neuen Funktionen dann auch komplett nutzen können.

Wir freuen uns darauf und geben ein Update dann mit Fotos!

Viele Grüße vom Team des Family Centers

Goran Milosevic

 

 

 

SET up Computersysteme GmbH, Kerstin Schoppe und Murat Yildirim haben auf diesen Beitrag reagiert.
SET up Computersysteme GmbHKerstin SchoppeMurat Yildirim

Gestern habe ich MONA in der Demoversion installiert und mal alle möglichen Funktionen durchgespielt. 

Dabei ist mir aufgefallen, dass die Medikamentenbestellung nicht Patientenfreundlich gestaltet ist und auch für das Praxispersonal dadurch Diskussionen entstehen können, die keiner führen möchte. 

Verbesserungswünsche für ein besseres Patientenerlebnis am Terminal:

  • Möglichkeit die Medikamentenbestellung auf den Medikationsplan zu beschränken (in unserer Praxis dürfen MFAs Wiederholungsrezepte ausschließlich aus dem BMP erstellen) für alles andere ist ein direkter Kontakt mit dem Arzt notwendig.
    Hintergrund: die letzten Medikamente die eingetragen wurden, müssen nicht der aktuell richtigen Dosierung entsprechen, die aktuellste Dosierung kann ausschließlich aus dem Medikationsplan entnommen werden. Ausserdem soll der Patient der einmalig irgendwann Schlafmedikation bekommen hat diese auf dem Präsentierteller angezeigt bekommen soll, das bewirkt Begehrlichkeiten. Ich höre regelrecht schon den Patient dann zu rechtfertig: Aber es stand ja zur Auswahl, wieso bekomm ich das jetzt nicht direkt wieder bla bla bla …. 🙂
  • Für Praxen, die den DMP nicht bei allen Patienten verwenden, welche Dauermedis bekommen, dürfen nicht ALLE Medikamente der Vergangenheit angezeigt werden, sondern nur ein gewisser Zeitraum. Der Zeitraum sollte einstellbar sein (ca. 1 Jahr, 2 Jahre, 3 Jahre). In der UI soll der Patient mit einem Button die Sortierung umkehren können (alte Medis zuerst oder neue Medis zuerst). 
    Hintergrund: Sind alle Medikamente die jemals verschrieben wurden zur Auswahl möglich und das neuste Medikament ist am Ende der Liste zu finden, dann scrolls sich der Patient zu Tode und verwendet bei der nächsten Bestellung wieder die Anmeldung, statt dem Terminal. 
  • Möglichkeit ein QR Code anzuzeigen
    Hintergrund: Es gibt immer wieder Dinge, die man dem Patienten schnell zur Verfügung stellen möchte, darunter fallen zB. Praxis-Code für den Checkin (Privatpatienten) oder EEB für Kassenpatienten, aber auch digitale Visitenkarten (vcards) der Ärzte, Links zu speziellen aktuellen Informationen der Praxis usw. 

Wenn mir noch weitere Dinge beim Testen auffallen, ergänze ich diese gerne. 

Ich habe schon von unserem Servicepartner gehört, dass bei der Ärzteauswahl Bilder neben dem Arzt eingefügt werden können, da gerade in großen Praxen die Patienten nicht immer den Namen Ihres Arztes wissen. Das finde ich schon mal eine richtig gute Idee. 

Peter Franz und Markus Rischer haben auf diesen Beitrag reagiert.
Peter FranzMarkus Rischer

Hallo Herr Ludescher,

ich hab folgende Fragen zu Ihren Anmerkungen:

  1. Im Medikationsplan können doch auch fremdverordnete Medikamente stehen. Sollen die auch wiederholbar sein?
  2. Patienten mit ein oder zwei Medikamenten haben doch gar nicht unbedingt einen Medikationsplan. Was soll mit denen geschehen?
  3. Die Dosierung hat doch erstmal nichts damit zu tun, ob ein Medikament wiederbestellt wird. MO nimmt doch da automatisch die neueste Dosierung. Oder ist das bei Ihnen anders?
  4. Es werden bei MONA momentan alle Dauermedikamente angeboten, egal wie alt. Warum sind es denn Dauermedikemente, wenn sie gar nicht mehr verordnet werden sollen?
  5. Aktive Medikamente werden nur angezeigt, wenn sie aus dem aktuellen oder Vorquartal sind. Ist das ausreichend?

Prinzipiell kann man vieles über Optionen anpassen, aber die Einrichtung von MONA ist jetzt schon recht komplex und es wird natürlich durch viele weitere Optionen nicht einfacher.

mit freundlichen Grüßen
Uwe Streit

Mit freundlichen Grüßen
Uwe Streit
INDAMED Team

Das Problem mit Medikamenten ist das Handling… im Gegensatz zu Diagnosen reicht der Medikationsplan manchmal nur bis zur Türe der Praxis… Dauemedikamente werden zum Teil gar nicht „gepflegt“, Medikationen sind zT. nie inaktiviert worden, Medikation mir „fremdverordnet“ auf dem Plan oft nur deshalb so, weil die Medikation bei zB. Übernahme im Pflegeheim noch vorhanden war und erst im Verlauf verschrieben werden soll – manches Mittel ist vom Spezialisten und wird von mir weiterverordnet, manches werde ich nie verordnen – auch wenn es im Plan steht… 
Ich denke, das MONA da einen guten Job macht, aktuelle Medikamente anbietet (dabei auch Antibiosen, die man sicher nicht auf Zuruf weiter machen will…) – Dauermedis, wenn man sie hat, vielleicht wäre aber ein Zugriff auf den BMP als ergänzende Auswahl ganz praktikabel…

Für Schlafmittel, Antibiotika, PPI  etc. sollte es die Möglichkeit geben, bei der Verordnung „Einmalverordnung“ (ähnlich wie Fremdverordnung) anzuklicken. Diese Medikamente sollten nach Ablauf Ihrer Reichweite automatisch auf „Inaktiv“ gesetzt werden!

Die Patienten dürfen dann nur aus den aktiven Medikamenten, die nicht Einmalverordnung oder Fremdverordnung sind, nachbestellen. Wenn ein Medikament schon einige Zeit aus seiner letzten „Reichweite“ ist, sollte das System stutzig werden und einen Warnhinweis ausgeben, dass es sich evtl. um ein inaktives Medikament handelt, welches gar nicht mehr verordnet werden soll… Die Dosierung braucht das System, um die Reichweite zu berechnen. Schwierig bei Bedarfsmedikation….

Läuft man bei einem Teil dieser Vorschläge nicht Gefahr, MONA zu komplex zu gestalten bzw. zu überfrachten ? Egal, was Patient:innen bestellen können, signiert wird durch Ärzt:innen. Das ist doch analog zu Rezeptbestellungen z.B über Termed oder die Telefon-KI. 

Wir diskutieren an andere Stelle im Forum über „Regressvermeidung“ und Checks für Medikationen. Ich denke, dieser Weg ist Erfolgversprechender, vor der eigentlichen Verordnung mit „Intelligenz“ und Regelwerken prüfen, ob verordnet werden soll oder kann.

Aktuelle, aktive Medikamente anbieten, ja, Dauermedikation auch, aber ansonsten, bleibt nur der Weg zu Ärzt:innen. Selbst das verlangt schon sehr viel Disziplin bei der Pflege der Akte -) 

Uwe Streit und GMPTS haben auf diesen Beitrag reagiert.
Uwe StreitGMPTS