MO ins nächste Jahrtausend
Zitat von bro am 29. Juni 2026, 9:42 UhrMir entsteht der Eindruck, dass Medical Office Funktionen, die sich Arztpraxen seit über zehn Jahren wünschen und die mit modernen Technologien wie KI längst realisierbar wären, zunehmend nicht mehr integriert anbietet, sondern kostenpflichtig aufsetzt – etwa bei MIA. Ist das jetzt der neue Kurs?
Problematisch wäre aus meiner Sicht insbesondere eine mögliche Einschränkung von Schnittstellen, durch die individuelle oder deutlich günstigere Eigenlösungen faktisch verdrängt würden zugunsten kostenpflichtiger Zusatzmodule. Also eigentlich wäre ich dann stinksauer, wenn ich nicht ohnehin bald aufhören würde.
Wenn ich sehe, dass MIA rund 119 €+MwSt im Monat/Arzt kosten soll, frage ich mich schon, worin der eigentliche Mehrwert liegt. Einen großen Teil der Funktionen setze ich bereits heute mit einem einfachen Raummikrofon kostenlos um, ohne Programmieraufwand – und mit einer guten KI für etwa 20 Euro monatlich erreiche ich eine noch bessere Performance.
Durch die zunehmend restriktiven Rahmenbedingungen und Honorarbegrenzungen seitens der KVen kommen sicher viele Praxen auf die Idee der Ausgabenoptimierung, sodass inzwischen selbst zusätzliche Gebühren im zwei- oder dreistelligen Bereich sorgfältig bedacht werden dürften.
Mir entsteht der Eindruck, dass Medical Office Funktionen, die sich Arztpraxen seit über zehn Jahren wünschen und die mit modernen Technologien wie KI längst realisierbar wären, zunehmend nicht mehr integriert anbietet, sondern kostenpflichtig aufsetzt – etwa bei MIA. Ist das jetzt der neue Kurs?
Problematisch wäre aus meiner Sicht insbesondere eine mögliche Einschränkung von Schnittstellen, durch die individuelle oder deutlich günstigere Eigenlösungen faktisch verdrängt würden zugunsten kostenpflichtiger Zusatzmodule. Also eigentlich wäre ich dann stinksauer, wenn ich nicht ohnehin bald aufhören würde.
Wenn ich sehe, dass MIA rund 119 €+MwSt im Monat/Arzt kosten soll, frage ich mich schon, worin der eigentliche Mehrwert liegt. Einen großen Teil der Funktionen setze ich bereits heute mit einem einfachen Raummikrofon kostenlos um, ohne Programmieraufwand – und mit einer guten KI für etwa 20 Euro monatlich erreiche ich eine noch bessere Performance.
Durch die zunehmend restriktiven Rahmenbedingungen und Honorarbegrenzungen seitens der KVen kommen sicher viele Praxen auf die Idee der Ausgabenoptimierung, sodass inzwischen selbst zusätzliche Gebühren im zwei- oder dreistelligen Bereich sorgfältig bedacht werden dürften.
Zitat von Heiko Rügen am 29. Juni 2026, 14:26 UhrVielen Dank für Ihre Rückmeldung. Uns ist bewusst, dass Praxen angesichts begrenzter Honorare und gleichzeitig steigender Personal-, Energie- und Betriebskosten jede zusätzliche monatliche Ausgabe sehr genau prüfen müssen.
Nein, es ist nicht unser neuer Kurs, bisherige Standardfunktionen aus MEDICAL OFFICE herauszulösen und anschließend nur noch kostenpflichtig anzubieten. Bei MIA handelt es sich um eine neue, optionale Leistung, die auf dauerhaft betriebenen KI- und Rechenzentrumsleistungen basiert. Solche Leistungen verursachen nicht nur einmaligen Entwicklungsaufwand, sondern fortlaufende Kosten für Verarbeitung, Betrieb, Sicherheit, Weiterentwicklung und Support.
Sie haben allerdings recht: Die reine Aufzeichnung und Transkription eines Gesprächs ist heute kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Das lässt sich mit allgemeinen KI-Werkzeugen oder eigenständigen Transkriptionslösungen zum Teil deutlich günstiger abbilden.
Der Unterschied von MIA soll deshalb gerade nicht darin bestehen, lediglich ein Mikrofon mit einer KI zu verbinden. Der Mehrwert liegt in der unmittelbaren Einbindung in MEDICAL OFFICE:
– MIA wird direkt aus dem jeweiligen Patienten- und Behandlungskontext heraus verwendet.
– Das Gespräch wird nicht nur transkribiert, sondern in strukturierte Dokumentationsentwürfe aufbereitet, beispielsweise für Anamnese, Befund oder Allergien.
– Die Vorschläge können geprüft, bearbeitet und selektiv oder vollständig in das Krankenblatt übernommen werden.
– Es sind kein Wechsel in eine andere Anwendung, kein manueller Export und kein Copy-and-paste zwischen verschiedenen Systemen erforderlich.
– Der Dokumentationsablauf bleibt für Ärzte und Praxisteam innerhalb der gewohnten Praxissoftware nachvollziehbar.
– Die medizinische Kontrolle verbleibt vollständig beim Anwender: Es erfolgt keine automatische Übernahme, sondern immer eine aktive Prüfung und Freigabe.
– Die Verarbeitung erfolgt in einem deutschen Rechenzentrum; Patientendaten werden nicht für das Training der KI verwendet.Der Vergleich mit einer allgemeinen KI für rund 20 Euro monatlich greift daher nur teilweise. Der Preis einer solchen KI umfasst in der Regel vor allem den Zugang zu einem allgemeinen Sprachmodell. Er umfasst nicht automatisch die sichere Einbindung in die Patientenakte, die Zuordnung zum konkreten Behandlungsfall, den strukturierten Übernahmeprozess, die datenschutzkonforme Betriebsumgebung, die Bereitstellung von Aufklärungs- und Datenschutzinformationen sowie den Support innerhalb der Praxissoftware.
Das bedeutet nicht, dass MIA für jede Praxis wirtschaftlich sinnvoll sein muss. Wer mit einer eigenen Lösung gut arbeitet und den zusätzlichen Aufwand für Übertragung, Datenschutz, technische Organisation und Kontrolle selbst übernehmen möchte, kann zu einer anderen Bewertung kommen. MIA richtet sich insbesondere an Praxen, die eine vollständig integrierte und im laufenden Sprechstundenbetrieb möglichst einfach nutzbare Lösung wünschen.
Wichtig ist zudem: Die derzeit ausgewiesenen 119 Euro netto werden nicht je Arzt berechnet, sondern je gleichzeitig nutzbarem Gesprächsassistenten. Eine Lizenz kann zeitversetzt von mehreren Ärzten verwendet werden. Nur wenn mehrere Ärzte MIA parallel einsetzen möchten, werden entsprechend mehrere Lizenzen benötigt.
Auch Ihre Sorge hinsichtlich der Schnittstellen nehmen wir ernst. Es ist nicht unser Ziel, externe oder individuell entwickelte Lösungen künstlich zu verdrängen. MEDICAL OFFICE bietet bereits heute verschiedene standardisierte Schnittstellen und Anbindungsmöglichkeiten. Gleichzeitig können wir aus Gründen der Datensicherheit, Stabilität und Verantwortlichkeit keinen beliebigen direkten Zugriff auf die produktive Patientendatenbank ermöglichen. Einschränkungen dienen daher nicht dazu, ein kostenpflichtiges Zusatzmodul durchzusetzen, sondern dem Schutz der Datenintegrität und einem kontrollierbaren Betrieb.
Letztlich muss MIA seinen Preis durch eine tatsächliche Zeitersparnis und weniger Nacharbeit rechtfertigen. Daran werden wir die Lösung messen lassen. Wer diesen Nutzen für seine Praxis nicht sieht, soll MIA selbstverständlich nicht buchen müssen.
MfG H.Rügen
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Uns ist bewusst, dass Praxen angesichts begrenzter Honorare und gleichzeitig steigender Personal-, Energie- und Betriebskosten jede zusätzliche monatliche Ausgabe sehr genau prüfen müssen.
Nein, es ist nicht unser neuer Kurs, bisherige Standardfunktionen aus MEDICAL OFFICE herauszulösen und anschließend nur noch kostenpflichtig anzubieten. Bei MIA handelt es sich um eine neue, optionale Leistung, die auf dauerhaft betriebenen KI- und Rechenzentrumsleistungen basiert. Solche Leistungen verursachen nicht nur einmaligen Entwicklungsaufwand, sondern fortlaufende Kosten für Verarbeitung, Betrieb, Sicherheit, Weiterentwicklung und Support.
Sie haben allerdings recht: Die reine Aufzeichnung und Transkription eines Gesprächs ist heute kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Das lässt sich mit allgemeinen KI-Werkzeugen oder eigenständigen Transkriptionslösungen zum Teil deutlich günstiger abbilden.
Der Unterschied von MIA soll deshalb gerade nicht darin bestehen, lediglich ein Mikrofon mit einer KI zu verbinden. Der Mehrwert liegt in der unmittelbaren Einbindung in MEDICAL OFFICE:
– MIA wird direkt aus dem jeweiligen Patienten- und Behandlungskontext heraus verwendet.
– Das Gespräch wird nicht nur transkribiert, sondern in strukturierte Dokumentationsentwürfe aufbereitet, beispielsweise für Anamnese, Befund oder Allergien.
– Die Vorschläge können geprüft, bearbeitet und selektiv oder vollständig in das Krankenblatt übernommen werden.
– Es sind kein Wechsel in eine andere Anwendung, kein manueller Export und kein Copy-and-paste zwischen verschiedenen Systemen erforderlich.
– Der Dokumentationsablauf bleibt für Ärzte und Praxisteam innerhalb der gewohnten Praxissoftware nachvollziehbar.
– Die medizinische Kontrolle verbleibt vollständig beim Anwender: Es erfolgt keine automatische Übernahme, sondern immer eine aktive Prüfung und Freigabe.
– Die Verarbeitung erfolgt in einem deutschen Rechenzentrum; Patientendaten werden nicht für das Training der KI verwendet.
Der Vergleich mit einer allgemeinen KI für rund 20 Euro monatlich greift daher nur teilweise. Der Preis einer solchen KI umfasst in der Regel vor allem den Zugang zu einem allgemeinen Sprachmodell. Er umfasst nicht automatisch die sichere Einbindung in die Patientenakte, die Zuordnung zum konkreten Behandlungsfall, den strukturierten Übernahmeprozess, die datenschutzkonforme Betriebsumgebung, die Bereitstellung von Aufklärungs- und Datenschutzinformationen sowie den Support innerhalb der Praxissoftware.
Das bedeutet nicht, dass MIA für jede Praxis wirtschaftlich sinnvoll sein muss. Wer mit einer eigenen Lösung gut arbeitet und den zusätzlichen Aufwand für Übertragung, Datenschutz, technische Organisation und Kontrolle selbst übernehmen möchte, kann zu einer anderen Bewertung kommen. MIA richtet sich insbesondere an Praxen, die eine vollständig integrierte und im laufenden Sprechstundenbetrieb möglichst einfach nutzbare Lösung wünschen.
Wichtig ist zudem: Die derzeit ausgewiesenen 119 Euro netto werden nicht je Arzt berechnet, sondern je gleichzeitig nutzbarem Gesprächsassistenten. Eine Lizenz kann zeitversetzt von mehreren Ärzten verwendet werden. Nur wenn mehrere Ärzte MIA parallel einsetzen möchten, werden entsprechend mehrere Lizenzen benötigt.
Auch Ihre Sorge hinsichtlich der Schnittstellen nehmen wir ernst. Es ist nicht unser Ziel, externe oder individuell entwickelte Lösungen künstlich zu verdrängen. MEDICAL OFFICE bietet bereits heute verschiedene standardisierte Schnittstellen und Anbindungsmöglichkeiten. Gleichzeitig können wir aus Gründen der Datensicherheit, Stabilität und Verantwortlichkeit keinen beliebigen direkten Zugriff auf die produktive Patientendatenbank ermöglichen. Einschränkungen dienen daher nicht dazu, ein kostenpflichtiges Zusatzmodul durchzusetzen, sondern dem Schutz der Datenintegrität und einem kontrollierbaren Betrieb.
Letztlich muss MIA seinen Preis durch eine tatsächliche Zeitersparnis und weniger Nacharbeit rechtfertigen. Daran werden wir die Lösung messen lassen. Wer diesen Nutzen für seine Praxis nicht sieht, soll MIA selbstverständlich nicht buchen müssen.
MfG H.Rügen
Heiko Rügen
INDAMED Team
Zitat von bro am 29. Juni 2026, 17:50 UhrGute Idee, habe ich gleich mal grob umgesetzt. Ich kann da auch Kauderwelsch reden, die KI macht Medizin daraus. Das ist nur ein Beispiel, Form und Umfang sind frei wählbar.
Das haben wir gebaut:
Ein kostenloses Desktop-Tool (HTML-Datei) das direkt im Browser läuft — kein Abo, keine Cloud, kein Datenschutzproblem.
Workflow:
- Patientennummer eingeben → Patient springt automatisch in Medical Office auf (über BDT-Schnittstelle)
- Gespräch diktieren per Win+H (Windows-Bordmittel, kostenlos)
- Klick auf „Strukturieren“ → Claude KI erstellt daraus eine saubere medizinische Dokumentation mit Überschriften (Anamnese, Befund, Diagnose, Maßnahmen, ICD-10)
- Zusätzlich läuft automatisch eine klinische Zweitmeinung — die KI meldet fehlende Untersuchungen, Red Flags oder Differentialdiagnosen
- Text kopieren → in MO einfügen
Kosten: Ca. 0,1–0,2 Cent pro Gespräch über die Anthropic API (Claude Haiku)
Datenschutz: Verarbeitung über Anthropic API — Patientendaten werden nicht für KI-Training verwendet laut Anthropic AGB. Keine Patientennamen im Tool, nur Nummern.
Offene Frage z.B. ans Forum:
Der Patientenaufruf über BDT funktioniert bereits automatisch aus einem externen HTML-Tool.
Nächster Schritt den wir nicht lösen konnten:
Wie kann ein externes Tool (Python/pyautogui oder andere Methode) in Medical Office automatisch einen neuen TB-Eintrag erstellen und dort Text einfügen?
Manuell geht es so: Man tippt
tbin die Karteikarte → ein Texteditor öffnet sich → Text eingeben → Fenster schließen → automatisch gespeichert.Fragen:
- Gibt es dafür eine GDT/BDT-Schnittstelle die Karteikartentexte übergeben kann?
- Oder eine andere API/Schnittstelle in Medical Office?
- Hat jemand das mit pyautogui oder ähnlichem gelöst?
Gute Idee, habe ich gleich mal grob umgesetzt. Ich kann da auch Kauderwelsch reden, die KI macht Medizin daraus. Das ist nur ein Beispiel, Form und Umfang sind frei wählbar.
Das haben wir gebaut:
Ein kostenloses Desktop-Tool (HTML-Datei) das direkt im Browser läuft — kein Abo, keine Cloud, kein Datenschutzproblem.
Workflow:
- Patientennummer eingeben → Patient springt automatisch in Medical Office auf (über BDT-Schnittstelle)
- Gespräch diktieren per Win+H (Windows-Bordmittel, kostenlos)
- Klick auf „Strukturieren“ → Claude KI erstellt daraus eine saubere medizinische Dokumentation mit Überschriften (Anamnese, Befund, Diagnose, Maßnahmen, ICD-10)
- Zusätzlich läuft automatisch eine klinische Zweitmeinung — die KI meldet fehlende Untersuchungen, Red Flags oder Differentialdiagnosen
- Text kopieren → in MO einfügen
Kosten: Ca. 0,1–0,2 Cent pro Gespräch über die Anthropic API (Claude Haiku)
Datenschutz: Verarbeitung über Anthropic API — Patientendaten werden nicht für KI-Training verwendet laut Anthropic AGB. Keine Patientennamen im Tool, nur Nummern.
Offene Frage z.B. ans Forum:
Der Patientenaufruf über BDT funktioniert bereits automatisch aus einem externen HTML-Tool.
Nächster Schritt den wir nicht lösen konnten:
Wie kann ein externes Tool (Python/pyautogui oder andere Methode) in Medical Office automatisch einen neuen TB-Eintrag erstellen und dort Text einfügen?
Manuell geht es so: Man tippt tb in die Karteikarte → ein Texteditor öffnet sich → Text eingeben → Fenster schließen → automatisch gespeichert.
Fragen:
- Gibt es dafür eine GDT/BDT-Schnittstelle die Karteikartentexte übergeben kann?
- Oder eine andere API/Schnittstelle in Medical Office?
- Hat jemand das mit pyautogui oder ähnlichem gelöst?
Zitat von Ulrich Fickweiler am 30. Juni 2026, 14:55 UhrSehr geehrter Herr Rügen,
habe Sie schon einmal diskutiert, das ganze ohne KI als perfekt in MO integrierte Spracherkennung anzubieten? Hintergrund: beim HNO-Arzt finden die Gespräche meist nicht am Schreibtisch, sondern am Patientenstuhl statt und anschließend wird kurz diktiert. Dafür bräuchte ich keine KI, aber eine möglichst gute Spracherkennung.
mit freundlichen Grüßen
U. Fickweiler
Sehr geehrter Herr Rügen,
habe Sie schon einmal diskutiert, das ganze ohne KI als perfekt in MO integrierte Spracherkennung anzubieten? Hintergrund: beim HNO-Arzt finden die Gespräche meist nicht am Schreibtisch, sondern am Patientenstuhl statt und anschließend wird kurz diktiert. Dafür bräuchte ich keine KI, aber eine möglichst gute Spracherkennung.
mit freundlichen Grüßen
U. Fickweiler
Zitat von bro am 30. Juni 2026, 16:04 UhrDas geht mit meinem tool 😉 Otitis, Appendizitis alles das Gleiche. Da ihr HNO Ärzte ja Markennamen für eure verrückten Befunde habt, wäre wahrscheinlich die Windows Spracherkennung etwas überfordert, da müsste, man Whisper nehmen auch über Claude die Kosten wären dann wie folgt. Aber ganz ohne KI geht halt nicht.
6.000 Patienten/Jahr × 60 Sekunden (1 Minute) Diktat:
- 6.000 Minuten Audio pro Jahr
- 6.000 × 0,006 USD = 36 USD pro Jahr für Whisper-Transkription
Plus Strukturierung (Claude Haiku, wie bisher):
- 6.000 × ca. 0,3 Cent = ca. 18 USD pro Jahr
Gesamtkosten: ca. 54 USD pro Jahr — das sind keine 5 Euro pro Monat, für die komplette Praxis, alle Patienten, ein ganzes Jahr.
____________________________________
Hier eine kurze Skizze, wie sich der Aufbau ändern würde, falls Sie (der meint mich) sich später für Whisper entscheiden:
Aktueller Aufbau (Win+H):
Win+H (lokal, Windows) → Text im Eingabefeld → Claude API (Strukturierung) → GDT → MODie Spracherkennung läuft komplett lokal, nur der bereits transkribierte Text geht an Claude.
Neuer Aufbau mit Whisper:
Mikrofon-Button im Tool → Audioaufnahme (60 Sek, im Browser) → Whisper API (USA) → Text zurück → Claude API (Strukturierung) → GDT → MOWas sich konkret ändert:
- Neues Bedienelement: Statt „Win+H drücken und Text einfügen“ gibt es im Tool einen Aufnahme-Button („Aufnahme starten/stoppen“). Der Browser nimmt das Mikrofon direkt auf (technisch über die
MediaRecorder-Funktion, die jeder moderne Browser kann).- Ein zusätzlicher API-Aufruf: Die fertige Audiodatei wird an die Whisper-API geschickt, kommt als Text zurück — dieser Text landet dann automatisch im bisherigen Diktatfeld, wo der bestehende Strukturierungs-Workflow unverändert weiterläuft.
- Ein zweiter API-Schlüssel nötig: Whisper läuft über OpenAI, nicht Anthropic — Sie bräuchten also zusätzlich zum Anthropic-Key auch einen OpenAI API-Key (separates Konto, separate Abrechnung, ähnlich unkompliziert wie bei platform.claude.com).
- Datenfluss-Reihenfolge wie besprochen: Erst GDT/Patientensprung (rein lokal), danach erst die reine Audioaufnahme (ohne Namen) an Whisper/USA.
- Was gleich bleibt: Strukturierung, klinische Prüfung, GDT-Eintrag in MO — das alles läuft exakt wie heute weiter, nur die Texteingabe-Methode wechselt von Win+H zu direkter Spracherkennung.
Aufwand grob geschätzt: Ein neuer API-Aufruf plus ein Aufnahme-Button im HTML/JavaScript — überschaubarer Umbau, kein Neubau des gesamten Tools.
Ich würde das für mich so umsetzen, wenn WIN+H nicht mehr ausreichte.
Wenn wir Whisper statt Win+H einsetzen, ändert sich am bisherigen Aufbau nicht viel: Die HTML-Datei mit dem neuen Aufnahme-Button kann weiterhin zentral auf dem Server liegen und von jedem Arbeitsplatz aus geöffnet werden, genau wie aktuell mit den beiden arztspezifischen Versionen. Die Bridge (mo_bridge.py), die den Text per GDT ins Krankenblatt schreibt, muss aber weiterhin lokal auf jedem Rechner laufen, weil sie in den jeweils lokalen MO-Patientenimport-Ordner schreibt – das ändert sich durch Whisper nicht. Neu hinzu kommt lediglich ein zusätzlicher API-Aufruf an OpenAI (für die Transkription), zusätzlich zum bestehenden Anthropic-Aufruf für die Strukturierung; beide laufen unabhängig vom Arbeitsplatz, sobald die zentrale HTML-Datei geöffnet ist. Der eigentliche Vorteil gegenüber Win+H ist, dass die Mikrofonaufnahme dann browserseitig läuft statt an eine Windows-spezifische Funktion gebunden zu sein, wodurch sich das Tool sogar konsequenter zentralisieren ließe als heute.
Ihr bringt mich hier auf die dollsten Ideen.
Der eigentliche Wert von MIA & Co. ist also nicht primär die Technik — GDT, Spracherkennung, KI-Strukturierung, das alles ist, wie wir gesehen haben, mit überschaubarem Aufwand extrem billig, selbst baubar. Der eigentliche Wert ist:
- Es funktioniert sofort, ohne dass jemand sich mit GDT-Feldkennungen oder Bridge-Skripten beschäftigen muss
- Es wird gewartet, ohne dass der Arzt selbst Fehler debuggen muss
- Es gibt Support, wenn etwas nicht geht — keine Forenfragen, keine Screenshots an eine KI schicken
Das ist im Grunde derselbe Unterschied wie zwischen „ich repariere mein Auto selbst mit YouTube-Anleitungen“ und „ich bringe es in die Werkstatt“ — beides kann zum gleichen Ergebnis führen, aber nicht jeder hat Lust, Zeit oder Nerven für ersteres, und dann ist der Werkstattpreis vollkommen gerechtfertigt. Die Technik ist nicht das Problem und auch nicht teuer — bezahlt wird im Grunde Bequemlichkeit, Wartung und Verantwortungsübernahme.
Das geht mit meinem tool 😉 Otitis, Appendizitis alles das Gleiche. Da ihr HNO Ärzte ja Markennamen für eure verrückten Befunde habt, wäre wahrscheinlich die Windows Spracherkennung etwas überfordert, da müsste, man Whisper nehmen auch über Claude die Kosten wären dann wie folgt. Aber ganz ohne KI geht halt nicht.
6.000 Patienten/Jahr × 60 Sekunden (1 Minute) Diktat:
- 6.000 Minuten Audio pro Jahr
- 6.000 × 0,006 USD = 36 USD pro Jahr für Whisper-Transkription
Plus Strukturierung (Claude Haiku, wie bisher):
- 6.000 × ca. 0,3 Cent = ca. 18 USD pro Jahr
Gesamtkosten: ca. 54 USD pro Jahr — das sind keine 5 Euro pro Monat, für die komplette Praxis, alle Patienten, ein ganzes Jahr.
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Hier eine kurze Skizze, wie sich der Aufbau ändern würde, falls Sie (der meint mich) sich später für Whisper entscheiden:
Aktueller Aufbau (Win+H):
Win+H (lokal, Windows) → Text im Eingabefeld → Claude API (Strukturierung) → GDT → MO
Die Spracherkennung läuft komplett lokal, nur der bereits transkribierte Text geht an Claude.
Neuer Aufbau mit Whisper:
Mikrofon-Button im Tool → Audioaufnahme (60 Sek, im Browser) → Whisper API (USA) → Text zurück → Claude API (Strukturierung) → GDT → MO
Was sich konkret ändert:
- Neues Bedienelement: Statt „Win+H drücken und Text einfügen“ gibt es im Tool einen Aufnahme-Button („Aufnahme starten/stoppen“). Der Browser nimmt das Mikrofon direkt auf (technisch über die
MediaRecorder-Funktion, die jeder moderne Browser kann). - Ein zusätzlicher API-Aufruf: Die fertige Audiodatei wird an die Whisper-API geschickt, kommt als Text zurück — dieser Text landet dann automatisch im bisherigen Diktatfeld, wo der bestehende Strukturierungs-Workflow unverändert weiterläuft.
- Ein zweiter API-Schlüssel nötig: Whisper läuft über OpenAI, nicht Anthropic — Sie bräuchten also zusätzlich zum Anthropic-Key auch einen OpenAI API-Key (separates Konto, separate Abrechnung, ähnlich unkompliziert wie bei platform.claude.com).
- Datenfluss-Reihenfolge wie besprochen: Erst GDT/Patientensprung (rein lokal), danach erst die reine Audioaufnahme (ohne Namen) an Whisper/USA.
- Was gleich bleibt: Strukturierung, klinische Prüfung, GDT-Eintrag in MO — das alles läuft exakt wie heute weiter, nur die Texteingabe-Methode wechselt von Win+H zu direkter Spracherkennung.
Aufwand grob geschätzt: Ein neuer API-Aufruf plus ein Aufnahme-Button im HTML/JavaScript — überschaubarer Umbau, kein Neubau des gesamten Tools.
Ich würde das für mich so umsetzen, wenn WIN+H nicht mehr ausreichte.
Wenn wir Whisper statt Win+H einsetzen, ändert sich am bisherigen Aufbau nicht viel: Die HTML-Datei mit dem neuen Aufnahme-Button kann weiterhin zentral auf dem Server liegen und von jedem Arbeitsplatz aus geöffnet werden, genau wie aktuell mit den beiden arztspezifischen Versionen. Die Bridge (mo_bridge.py), die den Text per GDT ins Krankenblatt schreibt, muss aber weiterhin lokal auf jedem Rechner laufen, weil sie in den jeweils lokalen MO-Patientenimport-Ordner schreibt – das ändert sich durch Whisper nicht. Neu hinzu kommt lediglich ein zusätzlicher API-Aufruf an OpenAI (für die Transkription), zusätzlich zum bestehenden Anthropic-Aufruf für die Strukturierung; beide laufen unabhängig vom Arbeitsplatz, sobald die zentrale HTML-Datei geöffnet ist. Der eigentliche Vorteil gegenüber Win+H ist, dass die Mikrofonaufnahme dann browserseitig läuft statt an eine Windows-spezifische Funktion gebunden zu sein, wodurch sich das Tool sogar konsequenter zentralisieren ließe als heute.
Ihr bringt mich hier auf die dollsten Ideen.
Der eigentliche Wert von MIA & Co. ist also nicht primär die Technik — GDT, Spracherkennung, KI-Strukturierung, das alles ist, wie wir gesehen haben, mit überschaubarem Aufwand extrem billig, selbst baubar. Der eigentliche Wert ist:
- Es funktioniert sofort, ohne dass jemand sich mit GDT-Feldkennungen oder Bridge-Skripten beschäftigen muss
- Es wird gewartet, ohne dass der Arzt selbst Fehler debuggen muss
- Es gibt Support, wenn etwas nicht geht — keine Forenfragen, keine Screenshots an eine KI schicken
Das ist im Grunde derselbe Unterschied wie zwischen „ich repariere mein Auto selbst mit YouTube-Anleitungen“ und „ich bringe es in die Werkstatt“ — beides kann zum gleichen Ergebnis führen, aber nicht jeder hat Lust, Zeit oder Nerven für ersteres, und dann ist der Werkstattpreis vollkommen gerechtfertigt. Die Technik ist nicht das Problem und auch nicht teuer — bezahlt wird im Grunde Bequemlichkeit, Wartung und Verantwortungsübernahme.
Zitat von Bastian Jedlitschka & Kollegen am 1. Juli 2026, 0:00 UhrIch teile die Einschätzung von bro vollständig. Die zunehmende Abhängigkeit von externen Anbietern schafft aus meiner Sicht eine strukturelle Unwucht, die ich an drei konkreten Beispielen festmachen möchte:
1. MIA (KI-Spracherkennung)
Der Eindruck drängt sich auf, dass die Anbindung von Drittlösungen bewusst erschwert wird, um beworbene Partner zu begünstigen. Im direkten Vergleich erkenne ich gegenüber Heidi oder Noa Notes keinen klaren Mehrwert von MIA – im Gegenteil: Heidi ist kostengünstiger mit flexiblen Preismodellen, Noa Notes bietet eine breite PVS-Integrationsliste (Medical Office fehlt dort allerdings).2. Arzt Dashboard
Wird aktiv beworben, ist im Testmonat aber faktisch nicht nutzbar – die notwendige Schnittstelle muss separat gebucht und installiert werden, eine Anleitung zur Selbsteinrichtung fehlt. Dazu kommt ein erheblicher Preisunterschied: 50 € vs. 19 € für die Schnittstellenanbindung bei anderen PVS-Konstellationen mit dem selben Produkt.3. TerMed
Die tiefe Kalenderintegration ist grundsätzlich positiv – aber die neue Schnittstelle ist einmalig zuzukaufen, die alte wird perspektivisch abgekündigt, und was mit bestehenden Nutzern passiert, bleibt offen.
Das eigentliche Problem dahinter: Alle drei sind externe Anbieter. Sie können verkauft werden, den Markt verlassen oder ihre Konditionen ändern. Die Betriebssicherheit, die ein eigenes Indamed-Produkt bieten würde, fehlt – während gleichzeitig echte Alternativen strukturell benachteiligt werden. Das ergibt einen Pseudomarkt mit eingeschränkter Wahlfreiheit.
Wer mit KI-Tools wie Gemini, ChatGPT oder Claude andere PVS-Anbieter recherchiert, stellt schnell fest: Bei vielen innovativen PVS sind Features wie Online-Terminkalender, Patienten-App oder Schnittstelle (Arzt Dashboard) Bestandteil der Basislizenz – schlicht weil es Eigenentwicklungen sind und kein externer Partner vergütet werden muss. Genau dieses Modulsystem aufgebaut auf externe Anbieter, treibt die Gesamtkosten nach oben.
MIA wäre nach meiner Recherche die teuerste KI-Spracherkennungslösung – trotz fehlender erkennbarer Alleinstellungsmerkmale.
Ich bin nach wie vor grundsätzlich zufrieden mit Medical Office. Aber die Richtung, die Indamed zuletzt einschlägt – externe Lösungen statt eigener Entwicklung, mit strukturellen Hürden für Alternativen – lässt mich mit Blick auf die Zukunft zunehmend skeptisch werden.
Ich teile die Einschätzung von bro vollständig. Die zunehmende Abhängigkeit von externen Anbietern schafft aus meiner Sicht eine strukturelle Unwucht, die ich an drei konkreten Beispielen festmachen möchte:
1. MIA (KI-Spracherkennung)
Der Eindruck drängt sich auf, dass die Anbindung von Drittlösungen bewusst erschwert wird, um beworbene Partner zu begünstigen. Im direkten Vergleich erkenne ich gegenüber Heidi oder Noa Notes keinen klaren Mehrwert von MIA – im Gegenteil: Heidi ist kostengünstiger mit flexiblen Preismodellen, Noa Notes bietet eine breite PVS-Integrationsliste (Medical Office fehlt dort allerdings).
2. Arzt Dashboard
Wird aktiv beworben, ist im Testmonat aber faktisch nicht nutzbar – die notwendige Schnittstelle muss separat gebucht und installiert werden, eine Anleitung zur Selbsteinrichtung fehlt. Dazu kommt ein erheblicher Preisunterschied: 50 € vs. 19 € für die Schnittstellenanbindung bei anderen PVS-Konstellationen mit dem selben Produkt.
3. TerMed
Die tiefe Kalenderintegration ist grundsätzlich positiv – aber die neue Schnittstelle ist einmalig zuzukaufen, die alte wird perspektivisch abgekündigt, und was mit bestehenden Nutzern passiert, bleibt offen.
Das eigentliche Problem dahinter: Alle drei sind externe Anbieter. Sie können verkauft werden, den Markt verlassen oder ihre Konditionen ändern. Die Betriebssicherheit, die ein eigenes Indamed-Produkt bieten würde, fehlt – während gleichzeitig echte Alternativen strukturell benachteiligt werden. Das ergibt einen Pseudomarkt mit eingeschränkter Wahlfreiheit.
Wer mit KI-Tools wie Gemini, ChatGPT oder Claude andere PVS-Anbieter recherchiert, stellt schnell fest: Bei vielen innovativen PVS sind Features wie Online-Terminkalender, Patienten-App oder Schnittstelle (Arzt Dashboard) Bestandteil der Basislizenz – schlicht weil es Eigenentwicklungen sind und kein externer Partner vergütet werden muss. Genau dieses Modulsystem aufgebaut auf externe Anbieter, treibt die Gesamtkosten nach oben.
MIA wäre nach meiner Recherche die teuerste KI-Spracherkennungslösung – trotz fehlender erkennbarer Alleinstellungsmerkmale.
Ich bin nach wie vor grundsätzlich zufrieden mit Medical Office. Aber die Richtung, die Indamed zuletzt einschlägt – externe Lösungen statt eigener Entwicklung, mit strukturellen Hürden für Alternativen – lässt mich mit Blick auf die Zukunft zunehmend skeptisch werden.
Zitat von Ulrich Fickweiler am 1. Juli 2026, 7:32 UhrHallo bro,
vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Das werde ich mir anschauen!
viele Grüße,
U. Fickweiler
Hallo bro,
vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Das werde ich mir anschauen!
viele Grüße,
U. Fickweiler
Zitat von bro am 1. Juli 2026, 8:24 UhrWenn selbst ein Arzt, wie michse einer, ohne tiefgehende Programmierkenntnisse (eigentlich gar keine) mithilfe moderner KI innerhalb kurzer Zeit (2h) ein funktionierendes internes Tool entwickeln kann, das:
- serverbasiert läuft,
- im Indamed-Ordner liegt,
- von allen Clients genutzt werden kann,
- wartungsarm ist,
- in Patienten springen kann,
- Texte generiert und strukturiert,
- Vorlagen verarbeitet,
- Arbeitsabläufe unterstützt,
- und flexibel mit unterschiedlichen KI-Modellen arbeitet,
dann stellt sich zwangsläufig die Frage, warum der Hersteller selbst solche Funktionen nicht unmittelbar integriert.
Indamed hätte dabei erhebliche Vorteile gegenüber meiner Trial-and-Error nummer
- vollständige Kenntnis der internen Programmstruktur,
- direkter Zugriff auf Datenmodelle und Workflows,
- Kontrolle über Navigation und Benutzerrechte,
- bestehende Infrastruktur für Updates und Deployment,
- sowie die Möglichkeit, KI-Funktionen exakt auf die tatsächlichen Abläufe der MO-Anwender zuzuschneiden.
Gerade einfache, praxisnahe Funktionen könnten vermutlich relativ schnell umgesetzt werden, beispielsweise:
- sauberes medizinisches Diktat,
- automatische Strukturierung,
- vorlagenbasierte Dokumentation,
- intelligente Textbausteine,
- Unterstützung der To-do-Liste,
- kontextbezogene Navigation,
- oder automatisierte Standardabläufe.
Dabei müsste man nicht sofort komplexe Gesamtlösungen entwickeln. Bereits kleine, gezielte Erweiterungen könnten im Alltag vieler Praxen erheblichen Nutzen bringen.
Auch wirtschaftlich erscheint eine Eigenintegration nachvollziehbar:
- geringe laufende Kosten,
- keine starke Abhängigkeit von Fremdprodukten,
- flexible Modellwahl,
- bessere Kontrolle über Datenschutz,
- schnellere Anpassbarkeit an Nutzerwünsche,
- und langfristig vermutlich geringerer Supportaufwand.
Vor allem die Möglichkeit, KI-Modelle modular auszutauschen oder zu ergänzen, wäre strategisch sinnvoll. Dadurch könnte man auf neue Entwicklungen reagieren, ohne komplette Fremdsysteme übernehmen zu müssen.
Diese Funktionen gehören als Standard in ein PVS ohne horrende Zusatzkosten, das kann man auf alle umlegen, fast nicht spürbar.
BI-Light-Schnittstelle nice to have
Impfen must have
KI-Telefonassistent (je LANR) nice to have, das mache ich mit vionet kostenlos
MIA – KI-Gesprächsassistent (je gleichzeitig nutzbarem Assistenten) mache ich mit peanuts
MIA (MEDICAL OFFICE Intelligence Assistant) reduziert den Dokumentationsaufwand im Sprechzimmer: Die KI-Mobil (je mobiles Gerät, zzgl. Arbeitsplatzlizenz) das auch zunehmend
Entlastet das Telefon: Patienten buchen Termine oder fordern Rezepte ganz bequem online oder per App an, das mache ich mit vionet kostenlos
Selektivverträge, brauche ich nicht, haben aber andere Programme mit drin, und schlimmer, die Kassen werden eigene Selektivverträge machen und die KVen und Indamed abhängen
Videosprechstunde (je LANR) mache ich kostenlos, mit wem verrate ich aber nicht.____________________________________________________________________________________________________________
Der KI Hintergrund bekam ein Upgrade und macht aus einem großen unstrukturierten Patientenfragebogen und Gespräch folgendes.
V.a. Bipolar-II-Störung, Depression, Angststörung
Anlass:
Beratungswunsch. Vorstellung wegen Konzentrationsschwäche, generalisierter Angststörung und Erschöpfung.Anamnese:
Patientin, beruflich tätig als Head of Coaching. Bekannte Vorgeschichte einer depressiven Episode. Aktuell deprimierte Stimmung, niedriger als normal. Schlafstörungen, Anhedonie, Gefühl der Hilflosigkeit, niedriges Selbstwertgefühl, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme sowie Schwierigkeiten bei der Aufgabenorganisation. Episoden depressiver Stimmung mit Dauer zwischen 2 Wochen und 1 Jahr. Keine Selbstverletzungsgedanken.Hypomanie-Anamnese:
Episoden gehobener Stimmung mit ungewöhnlich guter Stimmung und gesteigerter Energie, längste Episode 4 bis 6 Tage.ICD-10:
V.a. F31.8 Bipolare affektive Störung, F41.1 Generalisierte AngststörungEmpfohlene nächste Schritte:
Strukturierte Bipolaritätsdiagnostik empfohlen, z.B. mit MDQ oder HCL-32. ADHS-Screening im Erwachsenenalter sinnvoll angesichts der Konzentrations- und Organisationsprobleme. Basislabor zum Ausschluss somatischer Ursachen (Schilddrüse, Eisenmangel, Vitamin B12). Fremdanamnese bei Verdacht auf hypomane Episoden anstreben. Überweisung zur fachpsychiatrischen Mitbeurteilung empfohlen.und das ist nur der Anfang
Das Programmieren / Verbessern geht dann so:
Gespräch, aufbauend auf die bisherige Version:
ich: ich möchte therapievorschlag haben, im tool
die KI: Das würde ich bewusst nicht ins Tool einbauen — und zwar aus einem wichtigen Grund: Ein Therapievorschlag der automatisch aus einem Anamnesebogen generiert wird ist medizinrechtlich heikel. Die KI kennt weder die vollständige Krankengeschichte, noch Vormedikation, noch Kontraindikationen, noch den persönlichen Eindruck aus dem Gespräch. Wenn ein solcher Vorschlag unreflektiert übernommen wird, könnte das zu einer falschen Behandlung führen.Was sinnvoll wäre: Die KI könnte am Ende der Dokumentation einen „Diagnostischer Hinweis“-Abschnitt ergänzen — also keine Therapieempfehlung, sondern Hinweise welche weiteren diagnostischen Schritte sinnvoll wären (z.B. „strukturierte Bipolaritätsdiagnostik empfohlen, ADHS-Screening erwägen, Basislabor“). Das ist etwas anderes als eine Therapieempfehlung und entspricht eher dem was die klinische Zweitmeinung bereits macht. Wäre das ein sinnvoller Kompromiss für Sie — oder denken Sie,das sollte der Arzt komplett selbst entscheiden ohne KI-Vorschlag?
ich: mach das.
KI: was soll ich machen?
ich: deinen vorlchlag umsteten (habe genuschelt)
KI: Praxis-Diktat, neu, herunterladen
ich, blöd wie ich bin: Das lade ich in den indamed ordner auf dem server weiter nix richtig
KI: Genau richtig — nur die neuePraxis-Diktat.htmlin den Ordner\\server\D\INDAMED\KITOOLS\hochladen und die alte überschreiben. Dieconfig.jsmit dem Key bleibt unangetastet, da müssen Sie nichts machen.
ich: Manche Anamnesen werden auf Englisch ….dass englische dann ins deutsche über
KI: Gute Idee — soll die KI automatisch erkennen ob der Text auf Englisch ist und ihn dann ins Deutsche übersetzen, bevor sie strukturiert? Oder soll es ein separater Button sein „Übersetzen + Strukturieren“?Automatisch erkennen und übersetzen wäre am einfachsten — kein extra Button, kein Codewort. Die KI erkennt die Sprache selbst und gibt die strukturierte Dokumentation immer auf Deutsch aus, egal ob das Diktat auf Englisch, Deutsch oder gemischt war.
KI:Soll ich das so einbauen?
ich: ja.
KI: Eingebaut — die KI erkennt jetzt automatisch ob der Text auf Englisch, Deutsch oder gemischt ist und gibt die strukturierte Dokumentation immer auf Deutsch aus. Sinngemäße Übersetzung, nicht wörtlich.
Wieder nur diePraxis-Diktat.htmlauf den Server kopieren,config.jsbleibt wie sie ist.
Und jetzt stelle man sich vor, das sitzt nicht der doofe bro vor der Kiste, sondern ein Indamed Itler. Was der mit seinem fach und internen-Wissen alles erreichen könnte, das kann man sich gar nicht vorstellen. Und viel, viel schneller, denn der kann die KI in einem Rutsch mit allem Füttern, was sie braucht.
Wenn selbst ein Arzt, wie michse einer, ohne tiefgehende Programmierkenntnisse (eigentlich gar keine) mithilfe moderner KI innerhalb kurzer Zeit (2h) ein funktionierendes internes Tool entwickeln kann, das:
- serverbasiert läuft,
- im Indamed-Ordner liegt,
- von allen Clients genutzt werden kann,
- wartungsarm ist,
- in Patienten springen kann,
- Texte generiert und strukturiert,
- Vorlagen verarbeitet,
- Arbeitsabläufe unterstützt,
- und flexibel mit unterschiedlichen KI-Modellen arbeitet,
dann stellt sich zwangsläufig die Frage, warum der Hersteller selbst solche Funktionen nicht unmittelbar integriert.
Indamed hätte dabei erhebliche Vorteile gegenüber meiner Trial-and-Error nummer
- vollständige Kenntnis der internen Programmstruktur,
- direkter Zugriff auf Datenmodelle und Workflows,
- Kontrolle über Navigation und Benutzerrechte,
- bestehende Infrastruktur für Updates und Deployment,
- sowie die Möglichkeit, KI-Funktionen exakt auf die tatsächlichen Abläufe der MO-Anwender zuzuschneiden.
Gerade einfache, praxisnahe Funktionen könnten vermutlich relativ schnell umgesetzt werden, beispielsweise:
- sauberes medizinisches Diktat,
- automatische Strukturierung,
- vorlagenbasierte Dokumentation,
- intelligente Textbausteine,
- Unterstützung der To-do-Liste,
- kontextbezogene Navigation,
- oder automatisierte Standardabläufe.
Dabei müsste man nicht sofort komplexe Gesamtlösungen entwickeln. Bereits kleine, gezielte Erweiterungen könnten im Alltag vieler Praxen erheblichen Nutzen bringen.
Auch wirtschaftlich erscheint eine Eigenintegration nachvollziehbar:
- geringe laufende Kosten,
- keine starke Abhängigkeit von Fremdprodukten,
- flexible Modellwahl,
- bessere Kontrolle über Datenschutz,
- schnellere Anpassbarkeit an Nutzerwünsche,
- und langfristig vermutlich geringerer Supportaufwand.
Vor allem die Möglichkeit, KI-Modelle modular auszutauschen oder zu ergänzen, wäre strategisch sinnvoll. Dadurch könnte man auf neue Entwicklungen reagieren, ohne komplette Fremdsysteme übernehmen zu müssen.
Diese Funktionen gehören als Standard in ein PVS ohne horrende Zusatzkosten, das kann man auf alle umlegen, fast nicht spürbar.
BI-Light-Schnittstelle nice to have
Impfen must have
KI-Telefonassistent (je LANR) nice to have, das mache ich mit vionet kostenlos
MIA – KI-Gesprächsassistent (je gleichzeitig nutzbarem Assistenten) mache ich mit peanuts
MIA (MEDICAL OFFICE Intelligence Assistant) reduziert den Dokumentationsaufwand im Sprechzimmer: Die KI-Mobil (je mobiles Gerät, zzgl. Arbeitsplatzlizenz) das auch zunehmend
Entlastet das Telefon: Patienten buchen Termine oder fordern Rezepte ganz bequem online oder per App an, das mache ich mit vionet kostenlos
Selektivverträge, brauche ich nicht, haben aber andere Programme mit drin, und schlimmer, die Kassen werden eigene Selektivverträge machen und die KVen und Indamed abhängen
Videosprechstunde (je LANR) mache ich kostenlos, mit wem verrate ich aber nicht.
____________________________________________________________________________________________________________
Der KI Hintergrund bekam ein Upgrade und macht aus einem großen unstrukturierten Patientenfragebogen und Gespräch folgendes.
V.a. Bipolar-II-Störung, Depression, Angststörung
Anlass:
Beratungswunsch. Vorstellung wegen Konzentrationsschwäche, generalisierter Angststörung und Erschöpfung.
Anamnese:
Patientin, beruflich tätig als Head of Coaching. Bekannte Vorgeschichte einer depressiven Episode. Aktuell deprimierte Stimmung, niedriger als normal. Schlafstörungen, Anhedonie, Gefühl der Hilflosigkeit, niedriges Selbstwertgefühl, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme sowie Schwierigkeiten bei der Aufgabenorganisation. Episoden depressiver Stimmung mit Dauer zwischen 2 Wochen und 1 Jahr. Keine Selbstverletzungsgedanken.
Hypomanie-Anamnese:
Episoden gehobener Stimmung mit ungewöhnlich guter Stimmung und gesteigerter Energie, längste Episode 4 bis 6 Tage.
ICD-10:
V.a. F31.8 Bipolare affektive Störung, F41.1 Generalisierte Angststörung
Empfohlene nächste Schritte:
Strukturierte Bipolaritätsdiagnostik empfohlen, z.B. mit MDQ oder HCL-32. ADHS-Screening im Erwachsenenalter sinnvoll angesichts der Konzentrations- und Organisationsprobleme. Basislabor zum Ausschluss somatischer Ursachen (Schilddrüse, Eisenmangel, Vitamin B12). Fremdanamnese bei Verdacht auf hypomane Episoden anstreben. Überweisung zur fachpsychiatrischen Mitbeurteilung empfohlen.
und das ist nur der Anfang
Das Programmieren / Verbessern geht dann so:
Gespräch, aufbauend auf die bisherige Version:
ich: ich möchte therapievorschlag haben, im tool
die KI: Das würde ich bewusst nicht ins Tool einbauen — und zwar aus einem wichtigen Grund: Ein Therapievorschlag der automatisch aus einem Anamnesebogen generiert wird ist medizinrechtlich heikel. Die KI kennt weder die vollständige Krankengeschichte, noch Vormedikation, noch Kontraindikationen, noch den persönlichen Eindruck aus dem Gespräch. Wenn ein solcher Vorschlag unreflektiert übernommen wird, könnte das zu einer falschen Behandlung führen.Was sinnvoll wäre: Die KI könnte am Ende der Dokumentation einen „Diagnostischer Hinweis“-Abschnitt ergänzen — also keine Therapieempfehlung, sondern Hinweise welche weiteren diagnostischen Schritte sinnvoll wären (z.B. „strukturierte Bipolaritätsdiagnostik empfohlen, ADHS-Screening erwägen, Basislabor“). Das ist etwas anderes als eine Therapieempfehlung und entspricht eher dem was die klinische Zweitmeinung bereits macht. Wäre das ein sinnvoller Kompromiss für Sie — oder denken Sie,das sollte der Arzt komplett selbst entscheiden ohne KI-Vorschlag?
ich: mach das.
KI: was soll ich machen?
ich: deinen vorlchlag umsteten (habe genuschelt)
KI: Praxis-Diktat, neu, herunterladen
ich, blöd wie ich bin: Das lade ich in den indamed ordner auf dem server weiter nix richtig
KI: Genau richtig — nur die neue Praxis-Diktat.html in den Ordner \\server\D\INDAMED\KITOOLS\ hochladen und die alte überschreiben. Die config.js mit dem Key bleibt unangetastet, da müssen Sie nichts machen.
ich: Manche Anamnesen werden auf Englisch ….dass englische dann ins deutsche über
KI: Gute Idee — soll die KI automatisch erkennen ob der Text auf Englisch ist und ihn dann ins Deutsche übersetzen, bevor sie strukturiert? Oder soll es ein separater Button sein „Übersetzen + Strukturieren“?Automatisch erkennen und übersetzen wäre am einfachsten — kein extra Button, kein Codewort. Die KI erkennt die Sprache selbst und gibt die strukturierte Dokumentation immer auf Deutsch aus, egal ob das Diktat auf Englisch, Deutsch oder gemischt war.
KI:Soll ich das so einbauen?
ich: ja.
KI: Eingebaut — die KI erkennt jetzt automatisch ob der Text auf Englisch, Deutsch oder gemischt ist und gibt die strukturierte Dokumentation immer auf Deutsch aus. Sinngemäße Übersetzung, nicht wörtlich.
Wieder nur die Praxis-Diktat.html auf den Server kopieren, config.js bleibt wie sie ist.
Zitat von Uwe Streit am 6. Juli 2026, 15:45 UhrHallo bro,
erst einmal: Ich finde es ausdrücklich gut, dass Sie sich so intensiv mit dem Thema beschäftigen und eigene Lösungen ausprobieren. Genau solche Rückmeldungen zeigen, wo im Praxisalltag Entlastung gebraucht wird.
Ich möchte aber einige Punkte klar einordnen.
Ein internes Tool für die eigene Praxis zu bauen, ist etwas anderes als eine Funktion in ein PVS zu integrieren, das in vielen tausend Praxen zuverlässig, datenschutzkonform, updatefähig, supportbar und rechtlich belastbar laufen muss.
Ein Prototyp kann schnell entstehen. Ein Produkt für den breiten Einsatz muss andere Anforderungen erfüllen:
- Es muss mit unterschiedlichen Praxisabläufen funktionieren.
- Es muss sauber in Benutzerrechte, Dokumentation und Protokollierung eingebunden sein.
- Es muss mit Updates stabil bleiben.
- Es muss supportbar sein.
- Es muss Datenschutz und IT-Sicherheit nachweisbar berücksichtigen.
- Es darf keine medizinrechtlichen Risiken erzeugen.
- Es muss für sehr unterschiedliche Anwender verständlich und sicher bedienbar sein.
Gerade bei KI ist der Unterschied zwischen „funktioniert bei mir“ und „kann guten Gewissens allen Kunden bereitgestellt werden“ sehr groß.
Dabei geht es nicht nur um Technik. Es geht auch um Verantwortung.
Wenn Informationen aus einem Patientengespräch, aus einem Anamnesebogen oder aus der Behandlungsdokumentation an eine beliebige KI übergeben werden, ist das datenschutzrechtlich hoch sensibel. Hier geht es um Gesundheitsdaten. Diese unterliegen besonderen Schutzanforderungen. Als Hersteller können und dürfen wir solche Datenflüsse nicht einfach voraussetzen oder unkontrolliert ermöglichen.
Auch die Ausgabe von diagnostischen Hinweisen, Empfehlungen oder nächsten Schritten ist rechtlich nicht trivial. Sobald eine Software medizinische Entscheidungen unterstützt oder medizinische Empfehlungen erzeugt, kann sie in den Bereich regulierter Medizinprodukte fallen. Dann gelten Anforderungen an Zweckbestimmung, Risikomanagement, Qualitätssicherung, Dokumentation, Prüfung und Zertifizierung.
Ein Arzt, der sich eine solche Lösung selbst baut und im Praxisalltag nutzt, sollte sich daher bewusst sein: Er übernimmt damit auch die Verantwortung für Datenschutz, Datensicherheit, medizinische Bewertung und rechtliche Einordnung. Das kann angreifbar machen, gerade wenn Patientendaten an externe KI-Dienste übertragen werden oder wenn KI-Ausgaben in die Diagnostik oder Behandlung einfließen.
Genau deshalb können wir als Hersteller nicht einfach sagen: „Das bauen wir kurzfristig ein.“ Entscheidend ist nicht nur, ob etwas technisch funktioniert. Entscheidend ist, ob es sicher, nachvollziehbar, datenschutzkonform, medizinrechtlich sauber und dauerhaft zuverlässig funktioniert.
Wir sehen den Nutzen solcher Funktionen trotzdem sehr klar. Themen wie medizinisches Diktat, Strukturierung von Texten, Unterstützung bei Dokumentation, Vorlagen und Abläufen sind genau die Bereiche, an denen wir arbeiten und die wir für MEDICAL OFFICE für sinnvoll halten.
Auch die Frage „Standard oder Zusatzkosten“ ist nicht ganz so einfach. KI-Funktionen verursachen laufende Kosten. Je nach Nutzung entstehen Kosten für Infrastruktur, Modellzugriffe, Betrieb, Sicherheit, Pflege, Support und Weiterentwicklung. Diese Kosten verschwinden nicht dadurch, dass man sie auf alle verteilt. Dann zahlen auch Praxen mit, die diese Funktionen gar nicht nutzen oder bewusst nicht nutzen möchten.
Deshalb halten wir es für fairer, solche Funktionen dort zu berechnen, wo sie tatsächlich genutzt werden. Gleichzeitig ist unser Anspruch, dass der Nutzen für die Praxis klar erkennbar ist und der Preis in einem vernünftigen Verhältnis zur Entlastung steht.
Was ich schwierig finde, ist die pauschale Annahme, dass solche Funktionen „mal eben“ integriert werden könnten oder praktisch nichts kosten dürften. Damit wird der Aufwand für ein stabiles, sicheres und breit einsetzbares Produkt unterschätzt. Es geht nicht nur um Programmierung. Es geht um Verantwortung.
Ihre Beispiele zeigen aber sehr gut, wohin die Reise geht. KI wird viele Abläufe in der Praxis verändern. Wir nehmen solche Impulse ernst. Unser Ziel ist nicht, möglichst spät zu reagieren, sondern Lösungen zu schaffen, die unsere Kunden im Alltag wirklich entlasten und die wir gleichzeitig guten Gewissens empfehlen können.
Wenn Sie konkrete Abläufe haben, bei denen Ihr Tool heute besonders gut hilft, schauen wir uns diese gerne genauer an. Aus solchen Praxisbeispielen kann sehr wertvoller Input für die Weiterentwicklung entstehen.
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Streit
Hallo bro,
erst einmal: Ich finde es ausdrücklich gut, dass Sie sich so intensiv mit dem Thema beschäftigen und eigene Lösungen ausprobieren. Genau solche Rückmeldungen zeigen, wo im Praxisalltag Entlastung gebraucht wird.
Ich möchte aber einige Punkte klar einordnen.
Ein internes Tool für die eigene Praxis zu bauen, ist etwas anderes als eine Funktion in ein PVS zu integrieren, das in vielen tausend Praxen zuverlässig, datenschutzkonform, updatefähig, supportbar und rechtlich belastbar laufen muss.
Ein Prototyp kann schnell entstehen. Ein Produkt für den breiten Einsatz muss andere Anforderungen erfüllen:
- Es muss mit unterschiedlichen Praxisabläufen funktionieren.
- Es muss sauber in Benutzerrechte, Dokumentation und Protokollierung eingebunden sein.
- Es muss mit Updates stabil bleiben.
- Es muss supportbar sein.
- Es muss Datenschutz und IT-Sicherheit nachweisbar berücksichtigen.
- Es darf keine medizinrechtlichen Risiken erzeugen.
- Es muss für sehr unterschiedliche Anwender verständlich und sicher bedienbar sein.
Gerade bei KI ist der Unterschied zwischen „funktioniert bei mir“ und „kann guten Gewissens allen Kunden bereitgestellt werden“ sehr groß.
Dabei geht es nicht nur um Technik. Es geht auch um Verantwortung.
Wenn Informationen aus einem Patientengespräch, aus einem Anamnesebogen oder aus der Behandlungsdokumentation an eine beliebige KI übergeben werden, ist das datenschutzrechtlich hoch sensibel. Hier geht es um Gesundheitsdaten. Diese unterliegen besonderen Schutzanforderungen. Als Hersteller können und dürfen wir solche Datenflüsse nicht einfach voraussetzen oder unkontrolliert ermöglichen.
Auch die Ausgabe von diagnostischen Hinweisen, Empfehlungen oder nächsten Schritten ist rechtlich nicht trivial. Sobald eine Software medizinische Entscheidungen unterstützt oder medizinische Empfehlungen erzeugt, kann sie in den Bereich regulierter Medizinprodukte fallen. Dann gelten Anforderungen an Zweckbestimmung, Risikomanagement, Qualitätssicherung, Dokumentation, Prüfung und Zertifizierung.
Ein Arzt, der sich eine solche Lösung selbst baut und im Praxisalltag nutzt, sollte sich daher bewusst sein: Er übernimmt damit auch die Verantwortung für Datenschutz, Datensicherheit, medizinische Bewertung und rechtliche Einordnung. Das kann angreifbar machen, gerade wenn Patientendaten an externe KI-Dienste übertragen werden oder wenn KI-Ausgaben in die Diagnostik oder Behandlung einfließen.
Genau deshalb können wir als Hersteller nicht einfach sagen: „Das bauen wir kurzfristig ein.“ Entscheidend ist nicht nur, ob etwas technisch funktioniert. Entscheidend ist, ob es sicher, nachvollziehbar, datenschutzkonform, medizinrechtlich sauber und dauerhaft zuverlässig funktioniert.
Wir sehen den Nutzen solcher Funktionen trotzdem sehr klar. Themen wie medizinisches Diktat, Strukturierung von Texten, Unterstützung bei Dokumentation, Vorlagen und Abläufen sind genau die Bereiche, an denen wir arbeiten und die wir für MEDICAL OFFICE für sinnvoll halten.
Auch die Frage „Standard oder Zusatzkosten“ ist nicht ganz so einfach. KI-Funktionen verursachen laufende Kosten. Je nach Nutzung entstehen Kosten für Infrastruktur, Modellzugriffe, Betrieb, Sicherheit, Pflege, Support und Weiterentwicklung. Diese Kosten verschwinden nicht dadurch, dass man sie auf alle verteilt. Dann zahlen auch Praxen mit, die diese Funktionen gar nicht nutzen oder bewusst nicht nutzen möchten.
Deshalb halten wir es für fairer, solche Funktionen dort zu berechnen, wo sie tatsächlich genutzt werden. Gleichzeitig ist unser Anspruch, dass der Nutzen für die Praxis klar erkennbar ist und der Preis in einem vernünftigen Verhältnis zur Entlastung steht.
Was ich schwierig finde, ist die pauschale Annahme, dass solche Funktionen „mal eben“ integriert werden könnten oder praktisch nichts kosten dürften. Damit wird der Aufwand für ein stabiles, sicheres und breit einsetzbares Produkt unterschätzt. Es geht nicht nur um Programmierung. Es geht um Verantwortung.
Ihre Beispiele zeigen aber sehr gut, wohin die Reise geht. KI wird viele Abläufe in der Praxis verändern. Wir nehmen solche Impulse ernst. Unser Ziel ist nicht, möglichst spät zu reagieren, sondern Lösungen zu schaffen, die unsere Kunden im Alltag wirklich entlasten und die wir gleichzeitig guten Gewissens empfehlen können.
Wenn Sie konkrete Abläufe haben, bei denen Ihr Tool heute besonders gut hilft, schauen wir uns diese gerne genauer an. Aus solchen Praxisbeispielen kann sehr wertvoller Input für die Weiterentwicklung entstehen.
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Streit
Uwe Streit
INDAMED Team
