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Statistik Patienten mit bestimmter Anzahl Medikamente / Diagnosen

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Statistik Patienten mit bestimmter Anzahl Medikamente / Diagnosen

Hallo allerseits

gibt es eine Möglichkeit in der Statistik folgende Patienten herauszufiltern:

-Patienten , die eine bestimmte Diagnose haben, aber nur ein oder 2 Medikamente verordnet bekommen

-Patienten mit mindestens oder höchstens einer Anzahl X Akutdiagnosen und/oder Anzahl X Dauerdiagnosen

Hintergrund: Die neue Versorgungspauschale, die erhebliche finanzielle Einbussen nach sich ziehen kann, wenn die Patienten bestimmte Diagnosen und zu wenig (Dauer-) Diagnosen haben.

Die muss man nach vergessenen Dauerdiagnosen durchforsten….sonst wird´s ab 1.7. übel

Das funktioniert so nicht. Der richtige Weg ist und war auch schon vor der schwachsinnigen Punktenummer: Dem Patienten konsequent so viele DD zu geben wie rechtlich und ärztlich korrekt möglich ist.

Ich habe mich bei PVS Umstellung 3 Monate bis Nachts um 1 hundert hingesetzt und alle Patienten aufgerufen und die DDs eingerichtet. Danach wird konsequent DD gesammelt. Kann man nicht delegieren, auch an keine Statistik. Ohne Fleiß, kein Preis.

Das händische Nachpflegen von Dauerdiagnosen ist leider unverzichtbar, weil automatisierte Auswertungen in der Praxis systematisch Lücken haben: Viele chronische Erkrankungen werden schlicht nicht erfasst, wenn keine eigenen Verordnungen vorliegen – etwa bei Migränepatienten, die ihre Medikamente direkt in der Apotheke beziehen, oder bei Schilddrüsenpatienten, die über den Gynäkologen eingestellt sind. Diese Patienten tauchen dann in keiner Statistik als chronisch krank auf, obwohl sie es faktisch sind. Dadurch wird die Morbidität der eigenen Patientengruppe verzerrt, Recall- und Betreuungsstrukturen greifen nicht zuverlässig, und auch abrechnungsrelevante Aspekte können betroffen sein. Da solche Konstellationen keineswegs Einzelfälle waren, musste der Patientenstamm aktiv durchforstet werden, um fehlende Dauerdiagnosen konsequent zu ergänzen, die Markierungen zu setzen, um überhaupt eine valide Datengrundlage zu haben.

Allerdings ist es falsch zu glauben, durch diese neue Punktewertung entstünden massive Umsatzeinbrüche. Pro tausend Patienten sind das Peanuts – jedenfalls für unsere Praxis. Und ich denke, auch für viele andere. Es sei denn, man ist geizig bis zum Abwinken. Zwei Punkte schafft man immer, und darüber hinaus in hohe Bereiche vorzudringen, gelingt fast niemandem. Also: Don’t panic.

 

p.s.: Heute war der Tag der Abrechnung und zugleich der Tag des Software-Updates – eigentlich eine klassische Paniksituation in Arztpraxen. Um 17:55 Uhr habe ich begonnen, um 18:22 Uhr war alles erledigt: Die Abrechnung erstellt. Fehler korrigiert (wenige), an die KV übermittelt, die Datenbank vollständig gesichert, das Update eingerichtet und anschließend die Clients überprüft, ob alles funktioniert. Das muss man erst einmal nachmachen. Was das angeht, nicht mein Verdienst. Das müssen andere PVS erst mal nachmachen. Und ich weiß, was ich da schreibe von Leidensgenossen fremder PVS. Gibts eigentlich Prämien für Vermittlungen 🙂

 

Zitat von Dr. Holger Suffel am 31. März 2026, 19:30 Uhr

Hallo allerseits

gibt es eine Möglichkeit in der Statistik folgende Patienten herauszufiltern:

-Patienten , die eine bestimmte Diagnose haben, aber nur ein oder 2 Medikamente verordnet bekommen

-Patienten mit mindestens oder höchstens einer Anzahl X Akutdiagnosen und/oder Anzahl X Dauerdiagnosen

Hintergrund: Die neue Versorgungspauschale, die erhebliche finanzielle Einbussen nach sich ziehen kann, wenn die Patienten bestimmte Diagnosen und zu wenig (Dauer-) Diagnosen haben.

Die muss man nach vergessenen Dauerdiagnosen durchforsten….sonst wird´s ab 1.7. übel

siehe https://portal.indamed.de/forum/topic/neue-anforderung-an-statistik-regelwerk-etc-neue-versorgungspauschale/ und https://portal.indamed.de/forum/topic/neue-versorgungspauschalen/

Zitat von bro am 31. März 2026, 20:04 Uhr

Das funktioniert so nicht. Der richtige Weg ist und war auch schon vor der schwachsinnigen Punktenummer: Dem Patienten konsequent so viele DD zu geben wie rechtlich und ärztlich korrekt möglich ist.

Ich habe mich bei PVS Umstellung 3 Monate bis Nachts um 1 hundert hingesetzt und alle Patienten aufgerufen und die DDs eingerichtet. Danach wird konsequent DD gesammelt. Kann man nicht delegieren, auch an keine Statistik. Ohne Fleiß, kein Preis.

Das händische Nachpflegen von Dauerdiagnosen ist leider unverzichtbar, weil automatisierte Auswertungen in der Praxis systematisch Lücken haben: Viele chronische Erkrankungen werden schlicht nicht erfasst, wenn keine eigenen Verordnungen vorliegen – etwa bei Migränepatienten, die ihre Medikamente direkt in der Apotheke beziehen, oder bei Schilddrüsenpatienten, die über den Gynäkologen eingestellt sind. Diese Patienten tauchen dann in keiner Statistik als chronisch krank auf, obwohl sie es faktisch sind. Dadurch wird die Morbidität der eigenen Patientengruppe verzerrt, Recall- und Betreuungsstrukturen greifen nicht zuverlässig, und auch abrechnungsrelevante Aspekte können betroffen sein. Da solche Konstellationen keineswegs Einzelfälle waren, musste der Patientenstamm aktiv durchforstet werden, um fehlende Dauerdiagnosen konsequent zu ergänzen, die Markierungen zu setzen, um überhaupt eine valide Datengrundlage zu haben.

Allerdings ist es falsch zu glauben, durch diese neue Punktewertung entstünden massive Umsatzeinbrüche. Pro tausend Patienten sind das Peanuts – jedenfalls für unsere Praxis. Und ich denke, auch für viele andere. Es sei denn, man ist geizig bis zum Abwinken. Zwei Punkte schafft man immer, und darüber hinaus in hohe Bereiche vorzudringen, gelingt fast niemandem. Also: Don’t panic.

 

p.s.: Heute war der Tag der Abrechnung und zugleich der Tag des Software-Updates – eigentlich eine klassische Paniksituation in Arztpraxen. Um 17:55 Uhr habe ich begonnen, um 18:22 Uhr war alles erledigt: Die Abrechnung erstellt. Fehler korrigiert (wenige), an die KV übermittelt, die Datenbank vollständig gesichert, das Update eingerichtet und anschließend die Clients überprüft, ob alles funktioniert. Das muss man erst einmal nachmachen. Was das angeht, nicht mein Verdienst. Das müssen andere PVS erst mal nachmachen. Und ich weiß, was ich da schreibe von Leidensgenossen fremder PVS. Gibts eigentlich Prämien für Vermittlungen 🙂

 

Danke für die Anmerkungen, die prinzipiell natürlich richtig sind, meine Frage ging jedoch in eine andere Richtung:

Es geht nicht um die 2/8 von 10 Anforderungen, die meine ich nicht, aber dennoch auch kurz dazu: die 8von 10 sind bei konkretem direktem wöchentlichen Controlling gut zu schaffen, wir liegen bei 9/10. Ich halte das schon für wichtig, bei uns macht der Zuschlag eine sehr ordentliche 4stellige Summe im Quartal aus, das leppert sich ganz schön. Die KVen , die den Mist beschlossen haben, streuen uns aber Sand in die Augen nach dem Motto, ihr verliert ja nichts, kümmert euch also nicht um die Zuschläge. Das ist Unsinn, denn jetzt greift Neuerung 2, und um die ging es mir:
die neue Halbjahrespauschale, da geht nämlich bei den klassischen Hashimoto-Chronikern mit Rezept und einer Dauerdiagnose ordentlich Geld verloren: Es fallen die Chronikerzuschläge etc. weg. Der Verlust pro Schein liegt bei ca. 50% je nach Patientenstruktur. Bei 200 betroffenen Patienten sind das über 2 Quartale ca. 200 *30€ – und die reinzuholen geht nur über mehr Dauerdiagnosen und natürlich dem vermaledeiten Zuschlag 8/10.

Letztendlich geht es den klassischen Verdünnerscheinen an den Kragen, und die aufwendigen Patienten können nicht mehr ausgeglichen werden.

Jetzt kommen die Dauerdiagnosen ins Spiel.

In einer klassischen Stadtpraxis mit 5000-8000 Patienten in der Kartei,  die in den letzten 3 Jahren mal da waren, und von denen 2000-3000 / Quartal mal kommen und mal nicht ,ist es ohne MO-Unterstützung schlicht nicht möglich alle DD zu durchforsten – da ist der Personalaufwand größer als der Gewinn. Muss man also Pareto anwenden: 80/20, MO suche mir die Patienten mit einer Dauerdiagnose, einer der passenden Diagnosen der Halbjahres-Pauschale und dann schaut man die durch ob die zu weiteren DD fähig sind.

Dem Lob auf MO, dass so alles automatisch vor Abrechnung läuft, kann ich mich leider so nicht anschliessen – MO ist gut, ich bin Fan davon, aber Abrechnungskorrekturen mit Erfassung fehlender Ziffern laufen gerade wie sie es beschrieben haben, zum großen Teil nur von Hand, weil eben MO kaum etwas automatisch erkennt und die Statistiken zwar mächtig, aber mühsam und teils unlogisch sind. Ohne Markierung geht gar nichts, und wenn die MFAs im laufenden Chaos nicht fähig sind, das korrekt zu setzen (und permanent bei Änderungen wieder zu ändern), dann erfasst MO schlicht fast nichts.

Das ginge anders und Kollege Strauss ist da richtig gut mit seinen Scripten aufgestellt, und wenn man da im Hintergrund aufsetzen würde, ginge vieles einfacher, z.B. eine Regel, die bei jedem einlaufenden Laborbefund  HbA1C > 6,5 oder Glucose 2x >126 eine Markierung: DMP Tauglich und eine Dauerdiagnose DM2 einfügt. Technisch ginge das jetzt schon ganz einfach – es macht nur niemand, wohl auch mangels Nachfrage.

Meine ärztliche Arbeitszeit ist zu teuer, das alles selbst von Hand zu machen – da mache ich dann besser einen anderen Job und verdiene in einem medizinischen Grenzbereich deutlich mehr , mit einer Tasse Cappucino in der Hand und ohne Dauerdruck. Oder setze mich in die Sonne und kümmere mich als alter Sack auch mal um meine Work-Life-Balance. Ich tendiere immer mehr zum letzteren… aber vorher werde ich doch noch die MO-Statistiken quälen;-)

 

GMPTS hat auf diesen Beitrag reagiert.
GMPTS
Zitat von GMPTS am 31. März 2026, 20:23 Uhr
Zitat von Dr. Holger Suffel am 31. März 2026, 19:30 Uhr

Hallo allerseits

gibt es eine Möglichkeit in der Statistik folgende Patienten herauszufiltern:

-Patienten , die eine bestimmte Diagnose haben, aber nur ein oder 2 Medikamente verordnet bekommen

-Patienten mit mindestens oder höchstens einer Anzahl X Akutdiagnosen und/oder Anzahl X Dauerdiagnosen

Hintergrund: Die neue Versorgungspauschale, die erhebliche finanzielle Einbussen nach sich ziehen kann, wenn die Patienten bestimmte Diagnosen und zu wenig (Dauer-) Diagnosen haben.

Die muss man nach vergessenen Dauerdiagnosen durchforsten….sonst wird´s ab 1.7. übel

siehe https://portal.indamed.de/forum/topic/neue-anforderung-an-statistik-regelwerk-etc-neue-versorgungspauschale/ und https://portal.indamed.de/forum/topic/neue-versorgungspauschalen/

sehe ich das richtig, dass sich hier bisher nichts tut? Wenn dem so ist, dann kommt hier grosses Ungemach.

Im Endeffekt fehlt in der Statistik nur : filtere nach genau 1 Dauerdiagnose und 1 Medikament; der Rest ist Beiwerk, das würde fürs erste schon reichen, das kombiniert endlich mit der Möglichkeit, eine Patientendatenmenge X aus der Statistik A als Datengrundlage für die Statistik B zu nehmen. Alternativ auch ein Patientenexport nach Excel , Excel A und Excel B als Ergebnisse und den Rest macht dann eh der Copilot

Ein externes Tool zur Lösung 1: Patienten mit nur einer Dauerdiagnose, habe ich, was fehlt ist die Filterung nach Medikamentenanzahl. Diagnosen selbst gehen ja.

 

Christian Schnell und GMPTS haben auf diesen Beitrag reagiert.
Christian SchnellGMPTS
Zitat von Dr. Holger Suffel am 2. April 2026, 11:31 Uhr

Ein externes Tool zur Lösung 1: Patienten mit nur einer Dauerdiagnose

können / wollen Sie verraten welches „tool“ das ist ?? – Danke

Thomas Schössow hat auf diesen Beitrag reagiert.
Thomas Schössow
Zitat von GMPTS am 2. April 2026, 11:50 Uhr
Zitat von Dr. Holger Suffel am 2. April 2026, 11:31 Uhr

Ein externes Tool zur Lösung 1: Patienten mit nur einer Dauerdiagnose

können / wollen Sie verraten welches „tool“ das ist ?? – Danke

siehe PM.
Aktuell ist das ganze noch komplett Beta und damit nicht wirklich offiziell benutzbar. Ich schaue mir parallel aber jetzt noch ein anderes offiziell verfügbares Tool an und schaue mal, ob sich da etwas basteln lässt, denn diese neue Versorgungspauschale macht mir zumindest schon Kummer.