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Archiv-System

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Liebes Indamed Team,

ich habe eine ehrliche Frage: Können wir innerhalb des nächsten Jahres mit einem relevanten Update des Archiv-Systems rechnen?

 

Hintergrund: ich habe noch 13 Jahre Material, vorwiegend Arztbriefe als „dumme“ und große TIFF Dateien im Archiv liegen. Diese lassen sich aufgrund der Größe schlecht exportieren und per KIM versenden, in die ePA hochladen und schon gar nicht durchsuchen.

wenn kein neues Archiv-System kommt, würde ich mir etwas Eigenes für mich programmieren (lassen), was diese Lücke füllt. Ich hatte an eine Art Crawler gedacht, der die vorhandenen Dokumente Stück für Stück im Hintergrund ausliest, texterkennt, durchsuchbar macht, ggf. mit KI eine Kurzzusammenfassung macht und dann als PDF entweder in einer eigenen Datenbank ablegt, die nach Stichworten durchsuchbar ist. Oder diese PDFs werden dann an dem entsprechenden Datum per GDT wieder in die Maria-DB importiert. Die alten Kategorien blende ich dann aus, so daß nach der Vollendung nur noch PDFs sichtbar sind…

kundige Kollegen können sich gerne beteiligen so wie Indamed die Idee, falls sie noch nicht vorhanden ist, gerne aufgreifen kann.

Oder falls mir in den Konzept grobe Fehler unterlaufen sind, freue ich mich auch auf konstruktive Kritik… Ich bin aktuell noch in der Planungsphase..

 

Falls natürlich ein moderner Rebuild des Archivs anstehen würde, könnte ich mir die Mühe auch sparen -)))

 

Grüße,

Peter Quick

Ehrlich gesagt, auch wenn ich nicht gefragt wurde, glaube ich nicht, dass das noch kommen wird.

Aber:

Auch wir hatten dieses Problem mit Dateien unterschiedlichen Formates, aus mehreren Praxen, bis ins Jahr 2009 zurück. Dabei lagen die Dateien in MO selbst, leider aber auch auf Archiven anderer Praxisprogramme. Totales Daten Chaos. 

Die meisten Befunde wollten wir zunächst nicht löschen, haben sie aber letztlich auch nie gebraucht. Wenn doch Bedarf bestand, haben wir diese einfach über den PDF-Drucker ins MO gedruckt. Mehrseitige TIFFs haben wir dabei über Acrobat X in ein mehrseitiges PDF konvertiert, was etwas umständlicher war.

Von den vielen Dateien im System wurden insgesamt nur sehr wenige tatsächlich benötigt (Gutachten), eigentlich ein Luxusproblem.  Aus meiner Sicht war das die einfachste Lösung, mit solchen „Dateileichen“ umzugehen. Jetzt gehen wir dazu über, alles, was älter als 10 Jahre (bezüglich Letzt Kontakt) ist zu löschen. Manches können wir nur löschen, indem wir die Platten komplett bereinigen, weil wir darin nicht vernünftig suchen können.

 

Übrigens: viel Dateien aus einer Konvertierung nach MO, haben wir überhaupt erst gefunden, als wir den Archivviewer (Dank an den Erfinder👏) eingesetzt haben. 

Zitat von bro am 29. April 2026, 8:56 Uhr

Die meisten Befunde wollten wir zunächst nicht löschen, haben sie aber letztlich auch nie gebraucht. Wenn doch Bedarf bestand, haben wir diese einfach über den PDF-Drucker ins MO gedruckt. 

Ich finde diesen Ansatz gut. Die „gedruckten“ PDF können z.B. auch mit Tools wie doc.celerate oder Ähnlichen verarbeitet werden um dann „automatisiert“ in die Akte zu gelangen. 

Die Menschen sind Jäger und Sammler, aber trotzdem möchte ich einen Hinweis auf Löschfristen loswerden. Das geht oft unter, gesetzliche Löschfristen sind Bestandteil des QM bzw. NIS-2.

https://www.kbv.de/praxis/tools-und-services/praxisnachrichten/2026/02-05/sicheres-loeschen-sensibler-daten-in-der-praxis   

Ich würde sagen, da haben wir in ein neues Wespennest gestochen.

Dazu bieten sich Löschprogramme an. Im Idealfall ist ein solches Programm bereits im Praxisverwaltungssystem enthalten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert über sichere Methoden zur Datenlöschung (siehe unten).

Hat MO das? Bisher habe ich den Papierkorb gelöscht und dachte, das reicht. Reicht dann ja wohl nicht.

Wie soll ich den etwas löschen, wenn ich den Datenträger eben nicht vernichten kann, weil da Sachen drauf sind, die ich halt noch brauche?

Ups: garantiert irreversibles Löschen einzelner Dateien auf einer SSD ist nicht möglich!!!!

Nein, der Papierkorb ist kein Löschen. Damit verschieben Sie die Datei nur an einen anderen Ort. Selbst wenn Sie in Windows löschen, dann wird nur der Eintrag  Im Dateisystem gelöscht, die Daten bleiben auf dem Datenträger -(.

Das hier nutzen wir https://privazer.com. Damit kann man auch mal andere Dinge bereinigen

Das hier ist eine einfache Alternative https://www.storage-insider.de/sdelete-ueberschreibt-dateien-sektorweise-nach-dod-verfahren-a-fad6f73138c0602c45ecce67e0ff72f2/

 

 

 PrivaZer

Entfernt Datei-Spuren in Dateisystem und Metadaten
reduziert Wiederherstellbarkeit aus „gelöschten Dateien“
überschreibt freien Speicherbereiche (TRIM/Free Space Wipe)
reinigt typische Forensik-Reste (Cache, MFT-Spuren etc.)

nicht möglich
garantiert „diese eine Datei existiert physisch nie mehr“
beweisbare forensische Unwiederbringlichkeit

 

Die „DoD-Überschreibung“ ist ein HDD-Konzept
SDelete ist ein Dateisystem-Tool, kein physischer Speicherzerstörer.
SSD bleibt unzerstörbar, wenn es um einzelne Dateien geht.

 

Ich befürchte, MO verteilt unsere Daten so, dass File-basiertes Secure Delete, oder was auch immer, nicht mehr sinnvoll anwendbar ist. Und angeblich sei es so, dass moderne Speicherhardware der Software die vollständige Kontrolle über Datenpersistenz entzieht, es sei denn, man zerstört die SSD physich. Ich habs geahnt, WESPENNEST!

Workarround, aber eben nicht 100%:  sdelete -c D(C):

Als batch:

@echo off
set DRIVE=C:

echo Cleanup startet…

echo Temp…
del /q /f /s %TEMP%\* >nul 2>&1

echo Recycle Bin…
PowerShell -Command „Clear-RecycleBin -Force“ >nul 2>&1

echo Free space wipe…
sdelete -c -z %DRIVE% >nul 2>&1

echo Fertig.

 

Kost nix.

Zitat von bro am 29. April 2026, 9:41 Uhr

Ups: garantiert irreversibles Löschen einzelner Dateien auf einer SSD ist nicht möglich!!!!

Niemand „garantiert“ eine Löschung. Aktuell reicht die Nutzung eines Verfahrens wie DoD, es gibt auch noch andere. Wenn Sie Privazer sicher einstellen, dann sind gelöschte Dateien „weg“. 

privazer.jpg

Das ist sicher genug. Der Datenträger bleibt ja auch in ihrem Besitz, also können die „Rest“-Daten nicht in falsche Hände gelangen.  Datenträger entsorgen Sie später bestimmt nicht im Hausmüll, dann gibt es auch da kein Problem.   

Ok, dann hoffe ich, dass die Behörden nicht so argumentieren: „Auf SSDs gibt es ohne durchgehende Verschlüsselung keine garantierte physische Einzeldatei-Löschung, weil Speicherverwaltung (Wear-Leveling, TRIM) nicht durch Tools wie DoD, SDelete oder PrivaZer kontrolliert wird. Diese Verfahren können gelöschte Daten nur auf Dateisystem- bzw. Speicherblockebene stark unzugänglich machen, aber nicht sicherstellen, dass keine physischen Reste im Flash mehr existieren. Wirklich „sicher“ im strengen Sinn ist nur Verschlüsselung mit anschließendem Schlüsselverlust oder physische Zerstörung des Mediums.“

an Indamed
Ich denke, Indamed sollte sich zum Löschen hier mal äußern, damit ich ruhiger schlafen kann.

Sie haben immer die Möglichkeit, Bitlocker in Windows zu aktivieren. Dann ist der Datenträger automatisch verschlüsselt. Selbst wenn Dateireste da sind, dann sind die verschlüsselt.    

Eine Lösung die mit alte Befunde smart nutzbar macht hätte ich auch gerne, wir haben auch viele Tiffs.

Löschen ist eine komplexe Diskussion, auch in Fachmedien. Von Patienten die ich regelmäßig behandle lösche ich natürlich nichts (dem Patient dessen komplexe Bypass-OP oder Krebsdiagnose vor 15 Jahren ich einfach lösche, möchte ich das nicht erklären müssen was ich da komisches mache). Bei Patienten die nicht mehr in Behandlung sind kann man je nach Haftungsaspekten Löschfristen zwischen 10 und 20 Jahren sehen. Eventuell machen wir dafür sonst ein separates Thema, eigentlich würde ich hier gerne über smarte Dokumentennutzung diskutieren. 😀 

LG C.Schnell

Thomas Schössow hat auf diesen Beitrag reagiert.
Thomas Schössow
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