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Zitat von Jörg Sprenger, Kirchner, Müller am 1. Mai 2026, 16:27 Uhr

Hallo Herr Quick

Verstehe ich es richtig, sie möchten die vorhandenen Daten (TIFFs etc), die in den einzelnen Datensätzen der Patienten gespeichert sind, umwandeln, durchsuchbar machen und dann in einer externen DB indiziert speichern?

 

Ich frage mich, ob aus Perfomance-Gründen es nicht möglich wäre, diesen Vorgang im Hintergund automatisch für jeden gerade aufgerufenen Patienten laufen und direkt zurück in die Karteilkarte schreiben zu lassen?

Nein, eine konkrete Idee habe ich noch nicht, aber den Wunsch von Ihnen kann ich gut nachvollziehen, nach durchsuchbaren Scan/Bild-Befunden in der KK direkt aus MO heraus fragen wir ja schon lange. 

Hallo Herr Sprenger,

klar könnten Sie das auch so aufsetzen, dass bei jedem Patient, der aufgerufen wird, der Vorgang angestoßen wird. Sie sollten aber bedenken, daß das Umwandeln letztlich auch Zeit kostet. Auf meinem MacMini braucht 1 Dokument (PDF mit bereits durchgeführter Texterkennung) ca. 60 Sekunden braucht, um von der KI abgearbeitet (Klassifizierung, Extraktion von Medis, Diagnosen, Verlauf) zu werden. Ein MacMini ist zwar schnell, aber eben kein Cloud-LLM mit einem ganzen Rechenzentrum im Hintergrund. Damit bräuchten Sie bei einem Patienten mit vielleicht 15 Dokumenten aus der Vergangenheit ca. 15 Minuten, wenn Sie das LLM keine Texterkennung machen lassen, sondern nur auf die „schlechtere“ Tesseract-Erkennung gehen…

die Frage ist, was man möchte. Möchte ich eine Art „Datenbank“, die ja auch eine strukturierte Ablage von texterkannten PDFs in einer Dateistruktur sein kann, mit einem Volltext-Index? Oder möchte ich die Daten aufbereiten und letztlich doch wieder in MO einspeisen (dann gibt es keinen Volltextindex), oder vielleicht beides? Was genau ist mein Use-Case, den ich habe?

da bin ich noch in der Überlegung und nehme gerne konstruktive Vorschläge an.

Momentan neige ich dazu, die Dokumente wieder in MO einzuspeisen mit passendem Datum des Originaleintrags und angepasster Kategorie (wie viele Kategorien brauche ich dann überhaupt bei guter automatischer Benennung des Dokuments). Die alten Kategorie blende ich dann in den Ansichten und für den Export aus. Für den Fall, daß ich Dokumente mit dem Beweis der Unveränderung brauche, kann ich auf die alten zurückgreifen (Prozess oder so etwas). da ich aber die PDFs sowieso schon habe, könnte ich diese auch dann auf dem NAS entweder in eine Datenbank oder eben in eine geeignete Ordnerstruktur ablegen. Es gibt sicherlich schon ggf. KI-gestützte Index und Abfrage Möglichkeiten… Man könnte auch Paperless NGX anpassen… da gibt es viele Ideen..

ich bin halt noch in der Brainstorming Phase, was ich will und wie weit ich gehen will…

wie gesagt, eigentlich würde ich mir wünschen, Indamed würde so etwas nach Brainstorming mit guten Kunden/FLS umsetzen, aber ich nehme es auch hin, wenn es eben nicht passiert. Es ist nur mittlerweile so, daß durch die KI eine extreme Beschleunigung in der Software-Entwicklung entsteht, die es aus meiner Sicht ermöglichen könnte, bei so etwas tätig zu werden. Klar, Vibe Coding ist nicht professionelle Software Entwicklung. Aber auch Vollprofis wie Chefprogrammierer bei Anthropic schreiben heute nur noch sehr wenig Code selbst, lassen schreiben, testen, verbessern usw. und stecken ihre Zeit in Konzept-Entwicklung…

Grüße,

Peter Quick

Zitat von bro am 1. Mai 2026, 16:33 Uhr

Nur aus Interesse gefragt. Die Bilder liegen also nicht in einem Ordner, sondern in der (MariaDB)Datenbank und dann braucht man mindestens einen Zugriff auf die Dokumenttabellen etc.

Und genau das lässt Indamed nicht zu. Richtig?

Gewünscht ist also ein automatisches Hintergrundsystem, das  TIFFs in der DB erkennt, in OCR PDF konvertiert, und als neues Dokument zurück in dieselbe medizinische Datenbank schreibt, verknüpft mit derselben PatientID.

oder einfacher: automatisches Hintergrundsystem, das  TIFFs in der DB erkennt, in OCR PDF konvertiert, und als neues Dokument, verknüpft mit derselben PatientID in einem Ordner ablegt. Dann noch ein Tool, das die PDF im Ordner nach PatID auswählt und in die MO-Kartei des Patienten importiert.

Das wollte ich bei der Konvertierung aus 2 AIS auch haben, hat nicht geklappt.

Ich meine genau das. Ein Tool, was einmalig nach und nach alle Patienten durchgeht, nach abgelegten Dokumenten sucht, diese dann aufnimmt und weiterverarbeitet. Seit etwas 1 Jahr arbeite ich nicht mehr mit den Archiv-Scan-Methoden, so daß es eben nur für alte Dokumente gilt.

Ja, dazu brauchen Sie Lesezugriff auf die Datenbank, was den Kreis der Nutzer aktuell einschränkt. Ich glaube aber immer noch, daß man mit guten Argumenten und einem klaren Use-Case bei Indamed damit nicht gegen die Wand läuft. Ja, wenn die Konkurrenten einfach so auf die Datenbank zugreifen und das System durch Fehler lahmlegen, kann ich vollkommen erstehen, daß man so etwas nicht möchte. Das würde ich auch abblocken. Ich könnte aber auch den Code zur Überprüfung bei Indamed einreichen, wenn gewünscht. Ich will damit kein Geld verdienen, es nicht verkaufen oder jemand sonstwie Konkurrenz machen…

Ich würde auch nie direkt in die Datenbank schreiben, das würde nicht gut enden… darum Import immer nur über geeignete Schnittstellen.

Zitat von Peter Quick am 2. Mai 2026, 8:35 Uhr

Ja, dazu brauchen Sie Lesezugriff auf die Datenbank, was den Kreis der Nutzer aktuell einschränkt. Ich glaube aber immer noch, daß man mit guten Argumenten und einem klaren Use-Case bei Indamed damit nicht gegen die Wand läuft. Ja, wenn die Konkurrenten einfach so auf die Datenbank zugreifen und das System durch Fehler lahmlegen, kann ich vollkommen erstehen, daß man so etwas nicht möchte. Das würde ich auch abblocken. Ich könnte aber auch den Code zur Überprüfung bei Indamed einreichen, wenn gewünscht. Ich will damit kein Geld verdienen, es nicht verkaufen oder jemand sonstwie Konkurrenz machen…

Ich würde auch nie direkt in die Datenbank schreiben, daß würde nicht gut enden… darum Import immer nur über geeignete Schnittstellen.

Über den FLS wäre das vermutlich möglich, ist ähnlich einem PVS Wechsel, aber das kostet halt Geld. Darauf habe ich damals verzichtet.
Also Indamed anschreiben, temporären Datenbankzugriff anfragen, Haftungsbefreiung unterschreiben und los gehts. 

Ich weiß, dass das technisch möglich ist. Ich habe damals die Praxis eines Hausarztes übernommen, der gleichzeitig ein ausgeprägter Computer- und IT-Spezialist war. Der hatte sogar einen eigenen Serverraum mit aktiver Kühlung – ein Setup, von dem in einer normalen Praxis kaum jemand zu träumen wagt.

Zudem hatte er Zugriff auf den Quellcode der Praxissoftware und das System über Jahre hinweg selbst stark verändert. Allerdings war es dadurch so individuell angepasst, dass im Nachhinein kaum jemand anderes sinnvoll darauf zugreifen konnte – ich selbst eingeschlossen. Also geht nicht gibts nicht, wenn Indamed mitmacht.

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