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künstliche intelligenz (KI) – Planungen MO/Integration?

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künstliche intelligenz (KI) – Planungen MO/Integration?

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Ich sehe schon einen Unterschied in der Datenverarbeitung. Wenn ich Claude „anflansche“, dann landen die Daten in den USA, das dürfte ziemlich sicher nicht mehr DSGVO-konform sein. Solange niemand klagt, isses halt dann so.

Mit Heidi und ja wohl auch MIA ist es so, dass die Daten in Deutschland verarbeitet werden. Das ist sicherlich unproblematischer, und man wird einen AVV abschließen können.

Und mal ehrlich: wer von uns lässt seine Patienten mit der Datenschutzerklärung unterschreiben, dass wir die Daten mit KI verarbeiten? Und dann außerhalb Europas? Ich wäre mir nicht so sicher, dass das o.B. ist. Praktisch ja, da besteht kein Zweifel…aber datenschutztechnisch in Ordnung…m.E. eher nicht.

Die Frage der DSGVO entscheidet sich daran, ob sie Patientendaten mit verwenden oder eben nicht. Wenn ich diktiere „ der fünfjährige Patient stellt sich wegen Herzrasen und Synkope vor…“, dann wüsste ich nicht, wo ich die DSGVO verletzen würde.. selbst wenn ich schreiben würde, Emma stellt sich wegen Herzrasen vor, wäre das noch kein Problem.

es wird erst dann zu einem Problem, wenn ich die KI im Zimmer mithören lasse und sämtliche Personaldaten dort mit erwähnt werden. Wenn sich also aus den Daten direkte Rückschlüsse auf den einzelnen Patienten machen lassen. 

Von daher sehe ich jetzt ein Diktat mit Wispr Flow ganz unproblematisch unter den oben genannten Bedingungen.

was ich mir wünschen würde, wäre eine AI die DSGVO konform ist und die auch in der Lage ist, unseren Bürokram zu erledigen. Denn diese Anfragen vom Amt und so weiter lassen sich ja problemlos mit der KI beantworten, wenn man den Datenwust dort hineinwirft und die KI bittet, aus den Daten die Fragen des Amtes zu beantworten. Das klappt ganz hervorragend… für sowas reicht aber ein Mac mini nicht aus, da bräuchten sie schon einen ausgewachsenen größeren Rechner im mittleren bis oberen vierstelligen Bereich, Der einen Datenmodell betreiben kann, was ein entsprechendes Kontext Fenster hat…

Die Arztbriefe, die ich mittlerweile bekomme, werden auch immer häufiger mit KI erstellt. Wenn ich nun eine Anfrage vom Sozialamt, Arbeitsamt oder wem auch immer bekomme, die anonymisierten Daten zusammenfasse und beispielsweise bei Claude eingebe, verarbeitet eine KI Daten, die vorher möglicherweise schon von einer KI verarbeitet und erstellt wurden – ohne Namen, ohne Adressbezug und ohne sonstigen direkten Bezug zu einem Patienten.

Ob das dann letztendlich in Amerika, China oder sonst wo verarbeitet wird, spielt für mich bei tatsächlich anonymisierten Daten keine entscheidende Rolle. Da dürfen wir uns meiner Meinung nach nichts vormachen.

Anders sieht es bei meinen echten persönlichen Daten aus. Die möchte ich weder in Deutschland bei einer KI haben noch in den USA oder sonst irgendwo außerhalb meiner eigenen Kontrolle. Das ist für mich ein wesentlicher Unterschied: anonymisierte Informationen zur sachlichen Bearbeitung sind etwas anderes als personenbezogene Daten, insbesondere Gesundheitsdaten.

Wenn aus den Texten, die ich dort hineinkopiere, irgendwann ein Name herausgezogen werden kann, dann eigentlich nur dann, wenn derjenige, der diese Texte ursprünglich einer KI zur Verfügung gestellt hat, sie vorher nicht ausreichend anonymisiert hat.

Wenn ich selbst die Daten anonymisiere und keinerlei Namen, Adressen oder andere direkte Patientenbezüge hineingebe, kann die nachfolgende KI aus diesen Daten keinen Namen „zurückholen“, der dort gar nicht enthalten ist. So einfach ist das.

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Gut gedacht, ist aber noch nicht gut gemacht. So ganz anonym ist das nämlich oft nicht. Wenn ich ein PDF zensiere, kann die KI manchmal doch noch die Namen dahinter lesen. Und man kann ja auch mal auf 5 Seiten Arztbrief auf einer Seite die Zensur vergessen.

Und…es ist rechtlich tatsächlich nicht ganz unumstritten, ab wann ein Patient identifizierbar wird. Wenn ich jetzt diktiere „Der 5-jährige Junge mit Angelmann-Syndrom stellt sich nach mehrfachen Eingriffen am Herzen in meiner kinderkardiologischen Schwerpunktsprechstunde vor“, dann ist allen schon aus diesen Daten das Kind recht sicher identifizierbar für Dritte.

Nicht falsch verstehen, ich habe das große Claude-Abo und nutze es heftig, meine Tokens sind jeden Tag mehrfach am Anschlag, und ich muss auf das Zurücksetzen warten. Aber…beim Datenschutz müssen wir echt sensibel sein, sonst fällt und das auf die Füße.

Thomas Schössow hat auf diesen Beitrag reagiert.
Thomas Schössow

Briefe von Kinderärzten oder Kinderpsychologen sind in der Tat ein Problem, da sie in den Briefen gern die Vornamen nennen und die Anonymisierung große Probleme macht.

Bei mir als Hausarzt sieht es etwas anders aus. Ein Angelman-Syndrom, das auch noch operiert wurde, ist natürlich ein Problem, das habe ich als Hausarzt so gut wie nie. Anonymisieren durch Schwärzen eines PDFs geht natürlich nicht, aber der Vorteil bei meinen Erwachsenenbriefen ist, dass Name und Adresse oben im Kopfteil in der Ansprache stehen, und die schneide ich raus. (Für Gutachten, Volltextsuche bzw. OCR; Adresse, Vor- und Nachname raus). In Claude wird der Chat und die Bibliothek dann sofort gelöscht und ist dann spätestens in 30 Tagen weg. Ich weiß keine 100-prozentige Sicherheit, keine Entlastung von der Schweigepflicht, aber mehr geht einfach nicht.

Ab wann jemand identifizierbar ist, hängt vom Einzelfall ab. Seltene Diagnosen, Alter, Eingriffe und Ort ergeben zusammen schnell eine Person.

Dass man trotz aller Vorsicht aus all dem eine Datenschutzverfahren machen kann, wenn ein Rechtsanwalt einem ans Bein pinkeln möchte, ist klar. Dann darf man die KI aber eben gar nicht nutzen. 

 EinAuftragsverarbeitungsvertrag schützt dann auch nicht mehr sicher. Alleine die online Versendung der KV Abrechnung ist 4 mal im Jahr jedesmal ein Drahtseilakt, was Datenschutz angeht.

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Zitat von Dr. Stephan Schwarz am 18. September 2026, 20:55 Uhr

Gut gedacht, ist aber noch nicht gut gemacht. So ganz anonym ist das nämlich oft nicht. Wenn ich ein PDF zensiere, kann die KI manchmal doch noch die Namen dahinter lesen. Und man kann ja auch mal auf 5 Seiten Arztbrief auf einer Seite die Zensur vergessen.

Und…es ist rechtlich tatsächlich nicht ganz unumstritten, ab wann ein Patient identifizierbar wird. Wenn ich jetzt diktiere „Der 5-jährige Junge mit Angelmann-Syndrom stellt sich nach mehrfachen Eingriffen am Herzen in meiner kinderkardiologischen Schwerpunktsprechstunde vor“, dann ist allen schon aus diesen Daten das Kind recht sicher identifizierbar für Dritte.

Nicht falsch verstehen, ich habe das große Claude-Abo und nutze es heftig, meine Tokens sind jeden Tag mehrfach am Anschlag, und ich muss auf das Zurücksetzen warten. Aber…beim Datenschutz müssen wir echt sensibel sein, sonst fällt und das auf die Füße.

Selbst bei dem fünfjährigen mit Angelmann Syndrom wäre ich noch skeptisch, wie die KI bzw. Die dahinterstehenden Firmen auf den Namen und die Personalien des Patienten kommen soll. Die haben ja keinen Zugriff auf die Personenstandsregister. Allenfalls wenn die Eltern eigene Daten des Kindes in Social Media posten, könnte man das zuordnen… Oder übersehe ich da was?

Aber das sind ja zurecht Raritäten. Ich sehe aber nicht, warum ich im Alltag wegen dieser Einzelfälle auf Erleichterungen beim Diktieren verzichten sollte.

aber wenn sich in Deutschland eine Firma finden würde, die die DSGVO komplett einhält und dann meinetwegen statt zwölf Euro pro Monat 18 € pro Monat nimmt, hätte ich damit kein Problem auf dieses Angebot umzusteigen. Nur wenn es dann statt zwölf Euro dann z.B. 50 € sind, dann passt das einfach nicht mehr…

aber ich werde mich noch mal auf die Suche begeben, ob es eine deutsche Variante gibt, die den Datenschutz einhält. Sollte eigentlich machbar sein

 

das könnte z.B. eine Lösung sein… https://sprecho.ai/de

Wenn es um das reine Diktieren geht, da nutze ich das: https://openwhispr.com/de

Ist in dem Rahmen in dem ich das nutze (maximal 6-8 Arztbriefe pro Tag, die aber kinderkardiologisch-lang sind) kostenfrei. Und man kann festlegen, mit welchem Modell man arbeite, und wo die Daten verarbeitet werden. Wir haben neue PCs mit guter Hardware, da nutzt das Programm sogar die GPU. Klappt recht schnell und ziemlich treffsicher. Mir reicht das, und mit dem Datenschutz habe ich dann auch keine Bauchschmerzen.

Dr. M. Rothsching und Thomas Schössow haben auf diesen Beitrag reagiert.
Dr. M. RothschingThomas Schössow
Zitat von Dr. Stephan Schwarz am 19. September 2026, 18:04 Uhr

Wenn es um das reine Diktieren geht, da nutze ich das: https://openwhispr.com/de

Ist in dem Rahmen in dem ich das nutze (maximal 6-8 Arztbriefe pro Tag, die aber kinderkardiologisch-lang sind) kostenfrei. Und man kann festlegen, mit welchem Modell man arbeite, und wo die Daten verarbeitet werden. Wir haben neue PCs mit guter Hardware, da nutzt das Programm sogar die GPU. Klappt recht schnell und ziemlich treffsicher. Mir reicht das, und mit dem Datenschutz habe ich dann auch keine Bauchschmerzen.

Danke für den Vorschlag. Ist sehr interessant für die lokale Verarbeitung der Daten.

Interessant: ich hatte auch darüber nachgedacht und mich informiert, aber als zu ungenau verworfen. Welche lokalen Modelle verwenden Sie denn dann? Denn ganz ohne ki wird es ja wahrscheinlich nicht gehen… 

mit dem Diktierumfang der freien Version käme ich auch nicht zurecht, ich brauche auf jeden Fall eine Profiversion

aber sobald mein Abo bei Wispr Flow ausläuft, würde ich mich noch mal was umfangreicher umschauen. Es kommen ja jeden Monat gefühlt neue Dinge auf dem Markt

Zum Thema Kosten wäre beispielsweise Asklaion Medical Scribe interessant: Die Software selbst ist kostenlos, leistungsfähog und Open Source und verarbeitet die Daten lokal. Für einen vernünftigen Einsatz benötigt man allerdings entsprechend leistungsfähige Hardware. Als Beispiel gibt es Erfahrungsberichte über einen KI-Server in der Größenordnung von + 5.000 €, der bei längeren Gesprächen bzw. mehreren Räumen gleichzeitig bereits an seine Leistungsgrenzen kam. Das ist natürlich kein allgemeingültiger Hardwarebedarf, zeigt aber, dass bei leistungsfähiger lokaler KI neben den Softwarekosten auch die notwendige Rechenhardware berücksichtigt werden muss.

Unter Kostenaspekten ist eine  online KI nun mal unschlagbar. Und jetzt kommt der Zündfunke für die allgemeine Entrüstung: Angesicht den aktuellen Bingungen auf diesem Planeten schlägt Kostenbewustsein den Datenschutz in fast allen Bereichen ausserhalb der Praxis. Warum dann in der Praxis ein Drama konstruieren. In Schweden übrigens haben bisher alle Bürger den mangelnden Datenschutz sehr gut überlebt. Meine Kunden treten selbst ihren eigenen Datenschutz mit Füssen, täglich, ich hätte keine Probleme damit, die KI in Uganda verortet zu wissen. Mache ich nicht, weil ich nicht mehr muss, täte ich aber, da muss man halt mal ehrlich sein. Ich muß nicht eine Welt retten wollen, die sich partout  nicht retten lassen will.

 

Die KI hatte dazu auch was zu sagen, im Anhang.

Hochgeladene Dateien:

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